Für Produkte aus der RegionMinisterin war zu Besuch in Engelskirchen

Zu Besuch auf dem Hof Sonnenborn war am Montag NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (2.v.r.).
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Dörrenberg – Dieses Jahr, letztes Jahr – gleich zwei Auflagen der Internationalen Grünen Woche in Berlin sind pandemiebedingt ausgefallen. Dann eben im Oberbergischen: Zumindest ein Hauch der internationalen Messe für Ernährungs- und Landwirtschaft wehte am Montag durch Engelskirchen-Dörrenberg. Im Milchkuhbetrieb Hof Sonnenborn der Familie Stöcker stellte sich die Initiative „Aus gutem Grund aus NRW“ vor . Deren Mitglieder hatten sich auf der Messe in Berlin zur Zusammenarbeit zusammengefunden.
Regionale Landwirtschaft mit hoher Qualität
Hans Stöcker begrüßte aus diesem Anlass unter anderem NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser und Bernhard Conzen als Präsidenten des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes.
Die Bedeutung regionaler landwirtschaftlicher Produkte ist groß, ihre Qualität hoch – auf diese Botschaft konnten sich alle einigen. Diese Botschaft konnte man sich sogar schmecken lassen, denn Koch Dennis Gasper, der sonst auch auf der Grünen Woche Schmackhaftes zubereitet, zauberte diesmal im Schatten der Rinder frische Speckpfannkuchen – „mit Milch, Eiern, Mehl und Speck aus NRW“, wie er betonte.
Nachhaltige Milchwirtschaft mit natürlichem Grünland
Zu der genannten Initiative gehört neben dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und dem „mein-ei.nrw e.V.“ auch die Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW. Deren geschäftsführender Vorstand ist Hans Stöcker.
„Wir nutzen unser natürliches Grünland für die Fütterung unserer Milchkühe. Das ist die Grundlage für eine nachhaltige Milcherzeugung hier in Nordrhein-Westfalen“, betonte er. Die regionale Landwirtschaft nannte er ein „fundamentales Standbein für den Ernährungssektor in NRW“.
Heinen-Esser: Russische Truppen zerstören gezielt Landwirtschaft
Die Landesregierung, beteuerte Ministerin Heinen-Esser, arbeite intensiv am Thema Regionalisierung, die sie auch in einen Zusammenhang mit dem russischen Überfall auf die Ukraine stellte. Dort würden russische Truppen offenbar gezielt landwirtschaftlich genutzte Felder und Landmaschinen zerstören und mit der Ukraine einen der wichtigsten Exporteure etwa für Weizen und Gerste treffen.
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Mehr Regionalität, mehr Transparenz, aber auch Klimaschutz, Tierwohl und Wertschätzung von Lebensmitteln – all diesen Themen will die Initiative „Aus gutem Grund aus NRW“ Rechnung tragen, sagte Stöcker. Sein Sohn Andreas (30), der in der fünften Generation den Hof einmal übernehmen wird, bat zum Hofrundgang und erklärte, was in den letzten Jahren auf dem Hof hinsichtlich Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen – Stichwort Energieeinsparung – bereits verändert worden sei.