Kommentar zu FlüchtlingsunterkünftenNeue Regelung sorgt für geordnete Verhältnisse

Eine Flüchtlingsunterkunft (Symbolbild)
Copyright: picture alliance / Sina Schuldt
- Sieben hauptamtliche Kräfte sollen Familien von Geflüchteten dabei unterstützen, aus Unterkünften in Mietwohnungen zu ziehen.
- An sie sollen sich vor allem ehrenamtliche Flüchtlingshelfer wenden können, die es im Rahmen des Ehrenamts nicht schaffen, alle Behördengänge zu bewältigen.
- Ein gutes Signal, findet unser Autor. Hoffentlich auch für Vermieter, die sich so vielleicht eher trauen, an Geflüchtete zu vermieten.
Wohnraum ist in Köln mehr als schwer zu finden. Soll er auch noch günstig sein und für eine Großfamilie reichen, ist das eher ein Ding der Unmöglichkeit. Das Wohnungsamt hat seine Möglichkeiten ausgeschöpft. Darum ist es gut, dass sich die Hauptamtlichen nun enger mit den Ehrenamtlichen vernetzen dürfen.
So können sich ehrenamtliche Helfer, die vielleicht von einer freien Wohnung hören, leichter trauen, einen Vermieter zu vermitteln. Sie müssen nicht die ganze Arbeit machen, sich etwa frei nehmen, und dann bei der Verwaltung abblitzen, weil noch ein Dokument fehlt.
Für Vermieter gibt die Neuregelung eventuell den Anreiz, sich auf geregelte Verhältnisse verlassen zu können, wenn sie einem Geflüchteten eine Wohnung vermieten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Politik mitspielt. Denn vier der sieben Stellen müssen erst noch verlängert werden.