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Aus dem Auge, aus dem SinnAktion in Köln klärt über die Gefahr des toten Winkels auf

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Ein Blick auf den toten Winkel- die rote Plane markiert den Bereich, in dem die Schüler für den Lkw-Fahrer verschwinden.

Ein Blick auf den toten Winkel - die rote Plane markiert den Bereich, in dem die Schüler für den Lkw-Fahrer verschwinden.

Mit einem Aktionstag am Neumarkt machten die Stadt, Polizei und ADAC auf Gefahren aufmerksam.

Jeder, der schon länger auf den Straßen unterwegs ist, kennt ihn. Radfahrer und Fußgänger scheinen durch ihn unsichtbar. Im toten Winkel liegen jene Bereiche, die der Fahrer trotz der Spiegel nicht einsehen kann. Um Kölner Grundschüler für das gefährliche Phänomen zu sensibilisieren, veranstalten die Stadt Köln, die Kölner Polizei und der ADAC Nordrhein seit 2009 gemeinsam die Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“.

Immer wieder ereignen sich im Kölner Stadtgebiet Unfälle zwischen abbiegenden Bussen und Lkw mit Radfahrern oder Fußgängern. Frank Wißbaum, Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium Köln, betont: „Kinder müssen frühzeitig lernen, wo Gefahren durch den toten Winkel insbesondere beim abbiegenden Lkw liegen.“

Köln: Verkehrssicherheitsaktion am 18. März

Auf der Verkehrssicherheitsaktion am 18. März auf dem Neumarkt steht ein Lkw neben einer roten Plane, die den Bereich des toten Winkels markiert. Außerdem gibt es die Möglichkeit, auch vom Fahrersitz eines Lkw aus live zu erleben, wie die Klassenkameraden im „Toten Winkel“ verschwinden. Den Schülern wird vermittelt, wie sie auf dem Fahrrad oder zu Fuß mögliche Gefährdungen vorab erkennen und vermeiden können. 

Erst seit Juli 2024 müssen alle neu zugelassenen Lkw und Busse über Abbiegeassistenten verfügen, viele ältere Fahrzeuge wurden nicht nachgerüstet und fahren ohne dessen Unterstützung. Auch die Spiegel an den Fahrzeugen sind oft nicht richtig eingestellt, wobei es selbst bei richtig eingestellten Spiegeln für die Lkw-Fahrer eine Herausforderung sein kann, alle Teilbereiche rund um das Fahrzeug im Blick zu haben. Es liegt also zusätzlich an den Fußgängern und Radfahrern, sich selber zu schützen.

Bis zu den Sommerferien nehmen mehr als 350 Klassen der vierten Jahrgangsstufe an der Verkehrssicherheitsaktion „Toter Winkel“ teil. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2009 wurden mehr als 3000 Klassen geschult.