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Karneval in der RegionDas sind die Konstümtrends der Session in Köln

Lesezeit 3 Minuten
Passend zum Sessionsmotto sind Kostüme und Accessoires im Flower-Power-Look im Deiters sehr beliebt.

Passend zum Sessionsmotto sind Kostüme und Accessoires im Flower-Power-Look im Deiters sehr beliebt.

Wir haben uns im Deiters nach beliebten Verkleidungen und Inspiration für Unentschlossene umgeschaut.

Die Jecken lassen sich kurz vor den tollen Tagen wie immer in zwei Kategorien aufteilen. Während die einen schon wissen, in welchem Kostüm sie Fastelovend feiern, sind andere noch auf der Suche. Die Rundschau hat sich im Deiters am Hohenstaufenring umgeschaut, um die Trends der Session ausfindig zu machen und alle Unentschlossenen mit Inspiration zu versorgen.

„Als Kölner kannst du nicht ohne Kostüm!“, davon ist Jochen (55) überzeugt. Er geht dieses Jahr als Panzerknacker. „Ein zeitloser Klassiker“, wie er findet. Doch Karneval in Köln ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Für viele reicht ein Kostüm für die fünfte Jahreszeit nicht aus. Das ist auch Jochen bewusst, er habe daher noch einen ganzen Karton im Keller, falls der Panzerknacker bis Veilchendienstag nicht durchhält.

Viele Kölnerinnen und Kölner teilen diese Strategie. „Ich bin wahrscheinlich an drei Tagen unterwegs. Aber Donnerstag und Sonntag auf jeden Fall“, erzählt Frederik (30), der sich gerade einen bunten Poncho überwirft und einen Sombrero aufsetzt. Zuhause habe er noch ein Marienkäfer-Kostüm und einen bunten Trainingsanzug im Stil der Achtziger. Bei dem Poncho sei er sich aber noch unsicher.

Köln, RSK, Deiters-Kostüme

Frederik probiert sich im Deiters durch die Kostüme.

Vielleicht doch lieber etwas zum Motto Flower Power? Damit wäre er durch das diesjährige Sessionsmotto „Wenn Dräum widder blöhe“ voll im Trend. Das lässt sich ganz unterschiedlich umsetzen. Statt eines typischen Hippiekostüms mit Schlaghose, ist ein Pärchen auf der Suche nach einem Outfit, das sich um die Sonnenblume dreht. Einen Rock mit Blüten, die passende Blumenkrone und eine Sonnenblumen-Brille haben sie schon gefunden.

Nicht nur der Fasteleer auch die Kostümsuche vereint die Jecken. „Ob jung oder alt, ob Student oder Geschäftsführer – bei uns kauft jeder querbeet“, sagt der Filialleiter. Sehr beliebt seinen in dieser Session auch alle Kostüme und Accessoires mit Glitzer oder Lametta. Knapp jedes fünfte verkaufte Produkt falle in diese Kategorie, erzählt er. Auf den Stangen hängen passend dazu schillernde Röcke oder Kleider aus Lamettagirlanden in Silber, Pink oder Blau.

Auch als Märchenfiguren werden an den Karnevalstagen wahrscheinlich viele Jecke durch die Stadt streifen. Besonders begehrt sei das Rotkäppchen. Wer passend dazu als Großmutter gehen möchte, muss sich etwas anderes überlegen. „Das ist ausverkauft.“

Der neonfarbene Trainingsanzug ist weiterhin nicht aus den Kostümtrends wegzukriegen.

Der neonfarbene Trainingsanzug ist weiterhin laut Deiters nach wie vor ein Kostümtrend.

Der ungeschlagene Klassiker sei „Rut un Wiess“. Ein Kostüm, das nie aus der Mode zu kommen scheint. „Viele feiern zum ersten Mal dieses Jahr in Köln Karneval“, erzählt eine Mitarbeiterin des Geschäfts. „Da liegt es nah, sich direkt an das kölsche Original anzupassen.“ Ob als Funkemariechen, kölsche Jeck oder einfach nur mit rot-weißen Accessoires: Die Kölnerinnen und Kölner zeigen ihre Liebe zur Stadt auch in den Kostümen.

Eins der neuen Kostüme im Deiters-Sortiment ist direkt aus dem Kölner Stadtleben inspiriert: der Müllmann. „Eine Hommage an die AWB!“, sagt der Filialleiter schmunzelnd. Mit orangefarbenen Overall und passender Warnweste, Arbeitshandschuhen und Besen, sorgt dieses Kostüm nicht nur für einen humorvollen Auftritt, sondern ehrt mit einem Augenzwinkern diejenigen, die die Stadt nach den jecken Tagen wieder auf Vordermann bringen.

Ein gelungenes Karnevalskostüm ist also garantiert. Dabei ist es egal, ob im klassischen „Rut un Wiess“, als Hippie oder als Müllmann. Am Ende zählt nämlich nur eins: der Spaß am Kostüm und dem gemeinsamen Feiern.