Meine RegionMeine Artikel
AboAbonnieren

Feuer-Drama in Humboldt-GrembergStaatsanwaltschaft ermittelt gegen Falschparker in Köln

Lesezeit 2 Minuten
Die Feuerwehr rettete einen 64-Jährigen aus seiner brennenden Wohnung.

Die Feuerwehr rettete einen 64-Jährigen aus seiner brennenden Wohnung.

Gegen einen Falschparker wird wegen Behinderung der Feuerwehr bei einem Brand in Humboldt-Gremberg strafrechtlich ermittelt.

Nach dem Feuer-Drama vor einer Woche in Humboldt-Gremberg hat die Kölner Staatsanwaltschaft gegen einen Falschparker ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung aufgenommen. Dies teilte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf Anfrage der Rundschau mit. „Es bestehen konkrete Anhaltspunkte, dass die Behinderung der Feuerwehrfahrzeuge und die damit eingetretene Verzögerung von mehreren Minuten ursächlich dafür gewesen sein kann, dass der Geschädigte nicht eher gerettet werden konnte und infolgedessen (weitere) schwere Verbrennungen erlitten hat“, betont der Ankläger. Der Geschädigte befinde sich nach wie vor in einem sehr kritischen Zustand. Sollte er versterben, stünde der Tatvorwurf der fahrlässigen Tötung im Raum.

Feuer in Humboldt-Gremberg: Ermittlungen dauern an

Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Die Kölner Polizei hatte nach mehrtägigen Ermittlungen die Akte zu dem dramatischen Vorfall an die Kölner Staatsanwaltschaft zu strafrechtlichen Bewertung weitergesandt. Nach einer Prüfung kam die Anklagebehörde zu der Erkenntnis, dass gegen Falschparker strafrechtlich ermittelt wird. Gegen den Mann wurde bereits eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gefertigt, teilte die Polizei.

Bei dem Einsatz am Dienstag vor einer Woche kam die Feuerwehr an der Wattstraße in Humboldt-Gremberg mit einem Löschfahrzeug samt Drehleiter nicht um die Kurve zur Brandwohnung. Zu diesem Zeitpunkt kam es zu einer Durchzündung in der Wohnung. Der Mann sprang brennend auf einen eilig von der Feuerwehr aufgestelltes Sprungkissen.