Der 1. FC Köln tritt am Samstag bei Eintracht Braunschweig an. Linton Maina und Denis Huseinbasic sind wieder mit dabei.
1. FC KölnGeißböcke haben gegen Braunschweig Ergebnisdruck

Wieder fit und bereit für Braunschweig: FC-Angreifer Linton Maina (l), hier im Duell mit Elversbergs Lukas Pinckert.
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Die erste Begegnung des 1. FC Köln mit Eintracht Braunschweig in der Zweitliga-Saison 2024/25 wird Gerhard Struber in guter Erinnerung geblieben sein. Das 5:0 am dritten Spieltag im ausverkauften Rheinenergiestadion bedeutete nicht nur den bislang höchsten Saisonsieg der Geißböcke, es war für den Österreicher auch sein erster Liga-Sieg als FC-Trainer.
Eine wirklich schöne Premiere für den inzwischen 48-Jährigen, bei der die 50.000 Zuschauer auf ihre Kosten kamen und sich nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV und dem 2:2 in Elversberg erstmals über 90 Minuten zeigte, wie attraktiv und erfolgreich die von Struber implementierte Spielidee sein kann.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die als siegloses Schlusslicht nach Müngersdorf gereisten Braunschweiger sich im Hinspiel als nicht konkurrenzfähig erwiesen und es den Kölnern vor allem in der zweiten Hälfte einfach gemacht hatten. Wenn sich die beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder am Samstag (13 Uhr/Sky) zum Rückspiel im Eintracht-Stadion treffen, liegt die Vermutung nahe, dass sich an der allgemeinen Situation wenig verändert hat. Während die Geißböcke als Tabellenzweiter zu den Topfavoriten auf den Aufstieg zählen, kämpfen die Niedersachsen als Vorletzter um den Klassenerhalt.
Am Ende ist es eine sehr schwierige Aufgabe für gegen einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und unangenehm sein kann.
Das Team von Trainer Daniel Scherning hat in dieser Saison erst drei Siege eingefahren, ist seit sieben Spielen sieglos und stellt neben dem zweitschwächsten Angriff der Liga auch die zweitschwächste Defensive. Immerhin sammelten die Braunschweiger in der Rückrunde beim 0:0 gegen Schalke 04 und dem 1:1 beim 1. FC Magdeburg bislang zwei achtbare Remis und sind damit im Jahr 2025 noch ungeschlagen.
„Aus meiner Sicht treffen wir auf eine Mannschaft, die immer wieder unter Beweis gestellt hat, wie gut sie sein kann. Wie Braunschweig aus seiner Struktur und Organisation in die Spiele geht, sieht vernünftig aus. Am Ende ist es eine sehr schwierige Aufgabe für uns, gegen einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und unangenehm sein kann“, sagte Struber.
Fakt ist, dass für den FC in einem solchen Spiel und bei seinen Ansprüchen nur ein Sieg zählt und dass er diesem Ergebnisdruck nach den durchwachsenen Auftritten in Hamburg (0:1) und gegen Elversberg (1:0) gewachsen sein muss.
Geht der Rondic-Transfer am Wochenende über die Bühne?
Gerhard Struber stehen für die Mission, den Aufstiegsplatz zu verteidigen, seit dem Abschlusstraining am Freitag mehr Alternativen zur Verfügung. Mit Denis Huseinbasic (Wadenprellung) und Linton Maina (Erkältung) meldeten sich zwei Stammspieler zurück. Ob beide auch in der Startelf stehen, bleibt abzuwarten. Für Maina stünden in der Offensive als Partner von Damion Downs Jan Thielmann oder Marvin Obuz als Ersatz bereit.
Tim Lemperle fällt dagegen mit seiner Oberschenkelverletzung weiter aus und bei der Verpflichtung eines neuen Angreifers gab es auch am Freitag keinen neuen Stand. Außer der Tatsache, dass polnische Medien darüber berichteten, dass der FC ein neues Angebot für Imad Rondic von Widzew Lodz abgegeben habe und der 25-jährige Bosnier unbedingt nach Köln wechseln wolle. Rondic stand am Freitagabend beim Ligaspiel von Lodz bei Tabellenführer Lech Posen nicht im Kader von Widzew. Womöglich ein Hinweis darauf, dass der Transfer am Wochenende über die Bühne gehen könnte. Das Transferfenster schließt am kommenden Montag um 20 Uhr.
Julian Pauli soll ganz behutsam aufgebaut werden
Sicher ist, dass die Kölner in Braunschweig wieder mit Dreierkette auflaufen werden und dass Neuzugang Joel Schmied zwischen Timo Hübers und Dominique Heintz sein zweites Zweitligaspiel für den FC bestreiten wird. Auch, weil Youngster Julian Pauli in Folge seiner Gehirnerschütterung laut Gerhard Struber „weiter ganz behutsam“ und mithilfe von internationalen Spezialisten an die höheren Belastungen herangeführt wird.
Der FC-Coach erklärte dann auch, warum er Schmied gleich bei seinem Debüt mit der Aufgabe betreute, das Zentrum der Dreierkette zu übernehmen: „In der Dreierkette unterstreicht die Halbverteidiger-Position die Position noch einmal mehr. Man braucht eine gewisse Zeit, um da reinzuwachsen.“ Schmied war also keineswegs direkt der Chef der Dreierkette, sondern wurde von Struber so eingesetzt, dass er mit seinem Tempo Gegenspieler ablaufen und seine technischen Qualitäten einbringen kann.
Voraussichtliche Aufstellungen:
Braunschweig: Hoffmann; Ivanov, Bicakcic, Ehlers; Ba, Köhler, Di Michele Sanchez, Gomez, Tempelmann; Polter, Philippe. — 1. FC Köln: Schwäbe; Hübers, Schmied, Heintz; Gazibegovic, Ljubicic, Martel, Finkgräfe; Kainz; Maina, Downs. — SR.: Erbst (Gerlingen).