25 Prozent RabattGutschein-Projekt in Troisdorf soll lokale Händler unterstützen

Das Gutschein-Projekt ist gestartet. Bürgermeister Alexander Biber (m.) eröffnete den Verkauf.
Copyright: Ralf Rohrmoser
Troisdorf – Den offiziellen Startschuss für ein in der Region wohl einzigartiges Projekt gab Bürgermeister Alexander Biber natürlich selber. In dem eigens eingerichteten Ladenlokal an der Kölner Straße 15 kauften hinter ihm aber schon fleißig Kunden den „Troisdorf Gutschein +plus“. Eine halbe Million Euro hat die Stadt locker gemacht, um Einzelhandel, Dienstleister und Gastronomie zu unterstützen.
25 Prozent billiger gibt es Dienstleistungen und Waren an rund 90 Stellen im Stadtgebiet. 20 Prozent übernimmt die Stadt, weitere fünf Prozent die Annahmestelle. Eingelöst wird wie Bargeld. Wolfgang Aschenbrenner war begeistert: „Das hat wunderbar funktioniert, ich habe einen Pott Sahne fürs Mittagessen eingekauft.“
Troisdorf-Gutscheine: bis zu 2,5 Millionen Euro lokaler Umsatz
Bis zu 2,5 Millionen Euro lokaler Umsatz könnten durch diese Aktion erzeugt werden, rechnete Biber vor. Seit Ende des vergangenen Jahres liefen die Planungen, die Idee stammt aus Bocholt. Der Nachlass schmerze schon, meinte Stephanie Orefice, Vorsitzende von Troisdorf aktiv. Noch hat sie selbst beim Restaurant „Quattro passi“ nichts davon, aber der Einzelhandel profitiere jetzt schon. Sie erinnerte an das Portal Troisdorf.city, auf dem alle Händler mit Kontaktdaten gelistet sind.
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Daniela Simon von den Stadtwerken erklärte den digitalen QR-Code und den Online-Shop. „Das ist alles ganz leicht und barrierefrei“, versicherte sie. Fabian Wagner von der Trowista freute sich insbesondere darüber, dass die fast 90 Annahmestellen im gesamten Stadtgebiet zu finden sind. „Das ist ein starkes Zeichen.“
An dem hat Thomas Bröhl erheblichen Anteil. Als Vorsitzender der Sieglarer Marketing Gemeinschaft hat er in den Stadtteilen die Werbetrommel gerührt. Er betonte die Chance für die Geschäfte. Die Aktion selbst kam bei den Kunden gut an. „Die Idee ist super“, meinte Zdenka Rabe, „aber schlecht organisiert.“ Eine Stunde hatte Martina Bitz am Kartenhaus angestanden, wo es neben dem Ladenlokal und den beiden Bibliotheken die Gutscheine gibt: „An der Stadthalle, das ist eine Katastrophe.“ Nach 60 Minuten erfuhr sie: „Es gibt keine Zehn-Euro-Gutscheine.“