In Kürten entscheidet nach dem Einspruch des Bürgermeisters der Gemeinderat über einen Förderantrag zum Städtebaukonzept. Gestritten wird über die Zahl der Parkplätze.
StädtebauförderungIn Kürten wird um die Zahl der Parkplätze gestritten

Der Karlheinz-Stockhausen-Platz ist neuerdings zur Hälfte mit Pflanzkübeln versehen.
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Am Dienstag (5. September) gab es noch freie Parkplätze in Kürten-Mitte. Aber es waren nicht sehr viele. Auf dem nun halb mit Pflanzkübeln zugestellten und Parkscheibenpflicht versehenen Karlheinz-Stockhausen-Platz mal fünf, mal drei, mal einer. Fast minütlich wechselte die Auslastung.
In die Bäckerei
Die meisten Autofahrer zog es zur nahen Bäckerei. Unten in der öffentlichen Tiefgarage am Rathaus sah es anders aus. Rund 50 Parkplätze gibt es, dann rund zehn weitere im Außengelände. Zwei waren dort noch frei, alle anderen belegt.
Wenn am Mittwoch (6. September) im Gemeinderat wegen des Einspruch von Bürgermeister Willi Heider noch einmal über den Förderantrag zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept abgestimmt wird, geht es im Kern um die Parkplätze in Kürten-Mitte.
Nach einer Umgestaltung soll der Karlheinz -Stockhausen-Platz nur noch zehn Parkplätze haben. Vorher seien es 40 gewesen, sagen die Planer. Kenner schätzen die Zahl aber eher auf 30. Die einen freuen sich über die neue Gestaltung des zentralen Platzes in Kürten. Andere haben Sorge, keinen Parkplatz im Ort zu finden.
In der Abstimmung im Zukunftsausschuss hatten sich die Freien Wähler enthalten. Der Fairness halber, wie der Fraktionsvorsitzende Werner Conrad erklärt. Nun haben die Freien Wähler dem Bürgermeister einen Katalog mit 25 Fragen geschrieben, der bis gestern um 17 Uhr beantwortet werden sollte. „Damit wir darüber in der Fraktion beraten können.“
Frist läuft ab
Gefragt wird nach der Bürgerbeteiligung zum Stockhausen-Platz, nach Fördergeldern und zu Anläufen, die Mitarbeiter vom Auto abzubringen. Ob Kürtens Bürgermeister rechtzeitig Antworten lieferte, war am Dienstag noch offen. „Wir wissen nicht, ob wir das zeitlich schaffen“, sagte Heider. Andernfalls sage er in der Ratssitzung etwas dazu.
Eine Liste mit 90 Unterschriften von Kürtener Bürgerinnen und Bürgern ist vor Wochen schon ans Rathaus gegangen: Die Unterstützer wollen den Platz zum Parken behalten. Bei Sportaktivitäten vormittags im Bürgerhaus sei keine Möglichkeit mehr, in der Nähe sein Auto abzustellen, sagen Kritiker. Ersatzweise werde jetzt auf Geschäftsparkplätze an der Wipperfürther Straße ausgewichen.
Kürtens Bürgermeister kündigt unterdessen an, heute im Rat noch einmal für das Städtebauprojekt zu werben. „Da sind ja auch Fördergelder für die Gestaltung der Außenanlagen des Schulzentrums mit dabei, etwa 800.000 Euro.“ Ohne ein städtebauliches Konzept verliere die Gemeinde sehr viel Geld. Es gehe um viel mehr als nur um Parkplätze.