Im Rahmen des Isek soll der Bereich Hauptstraße, Kirchplatz, Eichenhofstraße, Kamper Straße und Friedhofstraße beplant und umgebaut werden
VerkehrsführungHändler und Anwohner wollen bei Umgestaltung des Lindlarer Ortskerns mitreden

Der Lindlarer Ortskern soll umgestaltet werden.
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Geschäftsleute und Anwohner des Ortskerns sind in Sorge, dass ihre Interessen bei der geplanten Umgestaltung des Ortskerns nicht genügend berücksichtigt werden. Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) ist die Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Ort ein wichtiges Thema. Damit verbunden ist die Verkehrsführung. Hier gibt es in der Politik unterschiedliche Ansichten, die von zeitweiser kompletter Sperrung für den motorisierten Verkehr und Fußgängerzonen bis hin zu Sperrungen nur an bestimmten Wochenenden mit Veranstaltungen reichen.
Pläne für Ortskern in Lindlar müssen in diesem Jahr entwickelt werden
Für 2025 gibt es eine Antragspause, dennoch müssen die Pläne in diesem Jahr konkret bis zur Vergabereife entwickelt werden, damit der Folgeantrag für die Städtebauförderung bis Ende September gestellt werden kann. Auf der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Dienstag, 8. April, wird der Entwurfsplan vorgestellt, eine Entscheidung über ein Verkehrskonzept soll in dieser Sitzung nicht erfolgen, aber ein Beschluss, auf Grundlage der Entwürfe die Pläne weiter zu vertiefen.
Im Rahmen des Isek soll der Bereich Hauptstraße, Kirchplatz, Eichenhofstraße, Kamper Straße und Friedhofstraße beplant und umgebaut werden. Das vorgeschlagene Verkehrskonzept sieht eine Verkehrsberuhigung für den Bereich Hauptstraße und Kirchplatz vor. Sie sollen vorwiegend dem Aufenthalt, Fußgängern und Radfahrer gewidmet sein und Anliegerverkehre zulassen. Für die östliche Hauptstraße ist mit Anschluss an die südliche Eichenhofstraße eine Einbahnstraße vorgesehen. Das gilt auch für die Straße Kirchplatz, hier soll der Verkehr nach Westen auf die Hauptstraße geleitet werden.
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Offener Brief an den Lindlarer Bürgermeister Georg Ludwig
In einem offenen Brief haben sich Geschäftsleute und Anwohner nun an den Bürgermeister und die Politik gewandt, dass sie sich in dem Prozess bislang nicht informiert und mitgenommen fühlen, wie Dominik Pfeiffer, der den Brief im Namen von bisher 29 Unterzeichnern verschickt hat, im Gespräch mit dieser Zeitung sagt.
Das Isek biete „eine bedeutende Chance, die Attraktivität und Lebensqualität unserer Gemeinde nachhaltig zu verbessern“, heißt es in dem Schreiben. „In diesem Zusammenhang fordern wir eine frühzeitige, transparente und verbindliche Bürgerbeteiligung, insbesondere im Hinblick auf die geplante Verkehrsführung und die Erreichbarkeit unserer Geschäfte und Immobilien. Die Einführung einer Fußgängerzone oder erhebliche Änderungen der Verkehrsführung könnten gravierende Auswirkungen auf die ansässigen Gewerbetreibenden, Anwohner sowie Besucher des Ortskerns haben. Wir sind der Auffassung, dass ohne eine rechtzeitige Einbindung der Betroffenen keine tragfähige Lösung entwickelt werden kann.“
Bürgermeister Georg Ludwig hat am Donnerstag geantwortet und auf die verschiedenen Formate, die zur Öffentlichkeitsbeteiligung stattgefunden haben, hingewiesen. Am 10. Mai werde es einen weiteren Bürgerdialog geben, auch seien weitere Workshops und Öffentlichkeitsveranstaltungen geplant.