Das Geschäftsergebnis vor Steuern ist bei der Sparkasse Gummersbach gestiegen genau wie die Zahl der Mitarbeiter.
GeschäftsergebnisSparkasse Gummersbach erzielt 27,1 Millionen Euro vor Steuern

Von einem guten Geschäftsergebnis berichteten Frank Grebe (l.) und Dirk Steinbach.
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Die Sparkasse Gummersbach hat im Geschäftsjahr 2024 ein Geschäftsergebnis vor Steuern von 27,1 Millionen (Vorjahr 25,7) Euro erzielt. Abzüglich Steuern (11,5 Millionen) und der üblichen Zuführung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken bleiben 3,5 Millionen Euro (Vorjahr 3,0 Millionen). Bei der Vorstellung der Zahlen am Mittwoch sprach der Vorstandsvorsitzende Frank Grebe von einem „sehr erfolgreichen Geschäftsjahr“. Für Grebe war es die letzte Bilanzpressekonferenz, er geht Ende des Jahres in Ruhestand. Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2024 auf 2,7 Milliarden Euro und spiegelt laut Sparkasse die „erfolgreiche Geschäftsentwicklung und das Vertrauen der Kunden in die Sparkasse Gummersbach wider“.
„Stabiler Anker in turbulenten Zeiten“
Das Kundenkreditvolumen beläuft sich auf 2,04 Milliarden Euro, die Sparkasse sieht darin den Beleg dafür, dass sie ein zuverlässiger Finanzierungspartner und stabiler Anker in turbulenten Zeiten ist. Die Kundeneinlagen stiegen auf 2,08 Milliarden, gleichzeitig konnte das Wertpapiergeschäft weiter ausgebaut werden. Der Bestand an Kundenwertpapieren erreichte Ende des Jahres 1,15 Milliarden Euro.
Die Summe aus Kundenkrediten, Kundeneinlagen und Kundenwertpapieren – also das Kundengeschäftsvolumen II – stieg von 5,04 Milliarden im Jahr 2023 auf 5,27 Milliarden Euro im Vorjahr. „Das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Zinsentwicklung und das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die Sparkasse Gummersbach haben zu einem sehr guten Geschäftsergebnis vor Steuern in Höhe von rund 27 Millionen Euro geführt. Dadurch konnten wir unser Eigenkapital deutlich um knapp 12 Millionen stärken, um Transformationsfinanzierungen für die Unternehmen in unserer Region zur Verfügung zu stellen, finanzielle Mittel an unsere Träger auszuschütten und auch weiterhin den sozialen Zusammenhalt in der Region zu fördern“, bilanzierte Grebe.
Gesellschaftliches Engagement
Was das gesellschaftliche Engagement angeht, so wurde in die drei Stiftungen der Sparkasse – wie schon im Vorjahr – eine zusätzliche Spende von in Höhe von einer Million Euro eingezahlt. Die Ausschüttung an die Trägerkommunen Gummersbach, Bergneustadt, Wiehl und Nümbrecht wurde auf zwei Millionen Euro erhöht, wie Sparkassenvorstand Dirk Steinbach erläuterte. Wobei sich die Verteilung der Ausschüttung an die Mitgliedskommunen nach den Anteilen an der Sparkasse orientiere. Zusätzlich förderte die Sparkasse Vereine und Projekte. Unter dem Strich kam ein als „Bürgerdividende“ bezeichneter Betrag von 4,1 Millionen Euro zusammen.
Die Mitarbeiterzahl ist auf 336 gestiegen, wobei Grebe und Steinbach deutlich machten, dass es immer schwerer sei, Nachwuchs zu bekommen. Und das auch, weil im kommenden Jahr durch die Rückkehr von der G8- zu der alten G9-Regelung, also zum Abitur nach neun Jahren, kein Jahrgang die Schulen verlässt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Sparkasse Gedanken gemacht und das Konzept „Travel und Work“ erarbeitet: Nach der Schule können die jungen Menschen die Welt bereisen und haben dabei den Ausbildungs- oder Studienplatz bei der Sparkasse schon im Gepäck. Neben einem Rucksack und einem iPad bekommen sie kostenlos ein Girokonto, eine Kreditkarte und eine Auslandskrankenversicherung.
Diese frühzeitige Bindung junger Menschen ans Haus hat bereits in der Sparkassenlandschaft dazu geführt, dass andere Häuser das Gummersbacher Modell als Blaupause übernehmen. Aber auch aus der oberbergischen Wirtschaft gab es Anfragen an die Sparkasse, ob man sich dieses Modell als Vorbild nehmen dürfe.