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Draußen spielen, kletter und tobenNeuer Natur- und Waldkindergarten in Meckenheim eröffnet

Lesezeit 3 Minuten
22.08.2023 Meckenheim: Eingewöhnungswoche in Meckenheims neuer Waldkita mit Kindern, Eltern, Erziehern. Beim Spielen mit dabei ist auch die Vorsitzende und Gründerin der Waldkita, Ronja Esser (5. v. links).

Eingewöhnungswoche in Meckenheims neuer Waldkita mit Kindern, Eltern, Erziehern. Beim Spielen mit dabei ist auch die Vorsitzende und Gründerin der Waldkita, Ronja Esser (5. v. links).

Auf der Jungholzheide bietet Meckenheims neuer Waldkindergarten viele Möglichkeiten für die Kleinen, die Natur zu erleben.

Durch das schmale grüne Tor mit dem kleinen Maulwurfhügel im Durchgang sind die Kinder bis jetzt noch nicht gegangen. Das werde sich aber bald ändern, berichtete Erzieherin Svenja Umlauf. Das Gelände hinter dem Zaun hat die Pädagogin schon erkundet, der Trampelpfad am Tor führe in den Wald, so die junge Frau, die sich in Meckenheims neuem Waldkindergarten um den Nachwuchs kümmert.

Seit einer Woche ist die Einrichtung auf der Jungholzheide mit neun Kindern am Start, die sich gerade in der Eingewöhnungsphase befinden. Bis Oktober werden es insgesamt 14 Kinder sein, die dort den ganzen Tag draußen spielen, klettern und toben können, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit. Für bis zu 20 Kinder ist Platz.

Erzieherin Svenja Umlauf öffnet das grüne Tor, durch das die Kinder bisher noch nicht gegangen sind. Der Trampelpfad dahinter führt vom eingezäunten Gelände des Bauwagens in den Wald.

Erzieherin Svenja Umlauf öffnet das grüne Tor, durch das die Kinder bisher noch nicht gegangen sind. Der Trampelpfad dahinter führt vom eingezäunten Gelände des Bauwagens in den Wald.

Der Bauwagen diene lediglich als Schutzraum bei Unwetter oder extremen Wetterlagen, wie Kälte, erläuterte Ronja Esser. Sie ist Vorsitzende und Gründerin des Trägervereins „Wald- und Naturkindergarten Meckenheim“. „Ich möchte, dass mein Kind mit der Natur verbunden ist und den respektvollen Umgang mit Tieren und Pflanzen lernt“, beschreibt Esser ihre Motivation für das Vorzeigeprojekt. Bürgermeister Holger Jung machte sich in dieser Woche ein Bild vom Standort und dem neuen Bauwagen, in dem es innen nach frischem Kiefernholz riecht. „Ich freue mich sehr, dass wir heute Morgen während der Eingewöhnung reinschauen dürfen“, sagte der Verwaltungschef und dankte Ronja Esser für ihr Engagement.

Freie Plätze und Eröffnungsfeier

Mit einem Waldkindergarten werde die Vielfalt der Trägerlandschaft erweitert: „Mit den 20 Betreuungsplätzen konnte eine pädagogische Nische gefüllt werden.“ Der Bedarf an Betreuung werde in Meckenheim in den nächsten Jahren stetig steigen. Aus diesem Grunde „werden Sie sich sicher keine Sorgen machen müssen, ihre Plätze zu besetzen“, war sich Jung sicher. Als Einweihungsgeschenk hatte der Bürgermeister ein Säckchen Äpfel inklusive Apfelschäler mitgebracht, über das sich alle freuten.

Bürgermeister Holger Jung machte sich einen Eindruck vor Ort in der neuen Waldkita in Meckenheim.

Bürgermeister Holger Jung machte sich einen Eindruck vor Ort.

Da es noch freie Plätze für über Dreijährige gibt, können Interessenten jeweils am Mittwochnachmittag zur offenen Spielgruppe stoßen und sich bei Ronja Esser über die Waldkita informieren. Auch zur Eröffnungsfeier am 8. September seien alle, inklusive der Anwohner, herzlich eingeladen. Einladungen an die Nachbarschaft würden noch verschickt, so Esser.

Der Waldkindergarten

In der naturpädagogischen Kindertagesstätte können rund 20 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung überwiegend draußen spielen. Trägerin des Natur- und Waldkindergartens ist eine Elterninitiative. Der eingezäunte Bauwagen steht ganz in der Nähe des Meckenheimer Seniorenparcours „Meck-Fit“, im nordöstlichen Bereich des Waldstücks Jungholzheide. Das Areal ist eine städtische Fläche in unmittelbarer Nähe zu den Sandplätzen des Tennis-Clubs Blau-Weiß Meckenheim.

Laut seiner Satzung ist der junge Trägerverein verpflichtet, „die sozialpädagogische Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern“ zu leisten. Beraten und unterstützt wird der Träger dabei von Karin Staab, die Kinder- und Familientherapeutin mit Praxis in Rheinbach und gleichzeitig Gründungsmitglied ist. Die Finanzierung für die vorgesehene Belegung mit maximal fünf Kindern unter drei und 15 über drei Jahren mit einem wöchentlichen Umfang von 35 Wochenstunden teilen sich Stadt, Land und Träger. Auf Grundlage der für das Kita-Jahr 2022/2023 gültigen Pauschalen muss die Stadt voraussichtlich 95.000 Euro aufbringen.