Die Alarmrotte der deutschen Luftwaffe hat ein russisches Militärflugzeug über der Ostsee entdeckt. Das Flugzeug fiel durch einen merkwürdigen Kurs auf.
Merkwürdige FlugbewegungenDeutsche Luftwaffe fängt russisches Militärflugzeug über der Ostsee ab

Die Alarmrotte der deutschen Luftwaffe hat ein russisches Militärflugzeug über der Ostsee abgefangen. (Symbolbild)
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Die deutsche Luftwaffe hat ein russisches Militärflugzeug über der Ostsee abgefangen. Das Flugzeug sei durch einen unklaren Kurs aufgefallen, woraufhin die Alarmrotte der Luftwaffe, auch „Quick Reaction Alert“ (QRA) genannt, aufgestiegen sei. Zunächst war unklar, was das russische Flugzeug über der Ostsee vorhabe.
Die Luftwaffe hatte den Vorfall über ihren Twitter-Account bekannt gegeben. Demnach hätten die Verantwortlichen zunächst ein unbekanntes Flugzeug auf ihrem Radar entdeckt, das während seines Fluges mehrmals die Flugrichtung geändert habe. Daraufhin sei die QRA aufgestiegen und habe das unbekannte Flugzeug verfolgt.
Ostsee: Deutsche Luftwaffe fängt russisches Militärflugzeug ab - merkwürdige Flugbewegungen
Die Maschine sei wenig später als russisches Militärflugzeug vom Typ Iljuschin 20 identifiziert worden. Da ein klares Verhalten des Flugzeugs nicht absehbar gewesen sei, haben die Flieger der Alarmrotte die Iljuschin 20 begleitet, bis diese den Luftraum wieder verlassen habe. Anschließend sei die Alarmrotte zum Stützpunkt in Rostock-Laage zurückgekehrt.
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Seit Beginn des Ukraine-Kriegs provozieren russische Flugzeuge immer wieder benachbarte Länder, in dem sie ohne Ankündigung in deren Luftraum eindringen. Kurz nach Kriegsbeginn hatten sich solche Vorfälle in Schweden und Finnland ereignet, auch im Norden Japans wurde ein russisches Flugzeug gemeldet.
Erst im Dezember hatte die QRA der deutschen Luftwaffe ein russisches Flugzeug vor Kaliningrad abgefangen. Auch dabei hatte die Maschine nicht auf eine Kontaktaufnahme reagiert.
Unbekanntes russisches Flugzeug: Alarmrotte der deutschen Luftwaffe steigt auf
Bei dem Einsatz einer QRA oder Alarmrotte handelt es sich um eine Standardprozedur. Sollte ein Flugzeug beispielsweise nicht auf eine herkömmliche Kontaktaufnahme reagieren oder über keinen Transponder verfügen, ist ein Aufsteigen der Alarmrotte eine Sicherheitsmaßnahme.
Bei dem Flug der russischen Iljuschin über der Ostsee handelt es sich allerdings um keine Luftraumverletzung. In der Regel verlaufen die Kontakte in der Luft professionell ab. Sobald das betroffene Flugzeug den Luftraum verlässt, für den die Luftwaffe zuständig ist, bricht diese die Verfolgung ab. (shh)