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Kulturkirche Köln-RondorfKölnerin kreiert Werke um den Buchstaben K

Lesezeit 3 Minuten
Eine Frau mit lockigem Haar steht inmitten von abstrakten großformatigen Bildern.

Gila Abutalebi zeigt ihre Werke in der Kulturkirche in Rondorf.

Adieu K heißt die Ausstellung der Bildmacherin Gila Abutalebi aus Rodenkirchen. Der Vernissage am Sonntag, 16. März, folgen fünf Konzerte.

„Es sind drei Striche. Das K. Was entsteht aus drei Strichen?“ Diese Frage hat sich die Künstlerin Gila Abutalebi, die in Rodenkirchen ihr Atelier hat, viele Jahre lang gestellt. K wie Kommunikation, Kummer, Kapitalismus, Klima, Krieg oder Küsse? Ihre Arbeit resultiert ursprünglich aus dem Schreiben. Abutalebi selbst beschreibt sich als Bildmacherin und hat ihre persönlichen Ks abgearbeitet. „So wie jeder Mensch“, wie sie sagt. In der Visualisierung des Bilderschreibens hat sich Abutalebi darüber weiter entwickelt, es folgten Kompositionen und Kettenreaktionen. Jetzt heißt ihre Ausstellung, die am Sonntag, 16. März, um 12 Uhr, mit einer Vernissage beginnt: „Adieu K“.

Künstlerin aus Rodenkirchen schafft Werke mit K wie Klima oder Küsse

In der Kulturkirche in Rondorf erwarten die Betrachter K-Werke aus einer Schaffenszeit von 15 Jahren, dabei sind Objekte in Form von Bild, Text und Skulptur. „Ich habe nie darüber nachgedacht, dass ich am Ende 15 Jahre an einem Buchstaben arbeite“, sagt Abutalebi. Heute ist der Buchstabe eher abstrakt. Abutalebi will nicht mehr alles aussprechen. „Ich möchte, dass die Leute sich Zeit nehmen, sich Zeit für die Kunst nehmen.“ Inzwischen setzt sie ihren Schwerpunkt auf die Arbeit mit Farbe, weniger in die Schrift. Ihre letzte Serie „In love with nature“ beschäftigt sich im weitesten Sinn mit dem K wie Klima.

Für ihre Arbeiten benutzt sie transparente Materialien, wie PVC, Plexiglas oder Glas. „Die letzte Veredlung einer Konsummasse“, sagt die Künstlerin. Durch die Spiegelung ist der Betrachter dabei stets ein Teil ihrer Arbeit. Auf ihrer Schrift kann während der Ausstellung auf einer „Bodenarbeit“ auch herumgetrampelt werden. „Adieu K“ - Für die Bildmacherin kann das sehr vieles bedeuten. Adieu Köln, Kunst, Konsum, Kapitalismus, Kommunikation? „Wir leben im Zeitalter der Kommunikation, es funktioniert trotzdem nicht. So viele sind heutzutage doch einsam.“

Weil die Künstlerin aus Rodenkirchen ihr Glück nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Musik gefunden hat, startet sie nun eine eigene musikalische Veranstaltungsreihe. 

Am Dienstag, 25. März, ist um 20 Uhr Jazzpianist Martin Sasse mit einem Solokonzert zu Gast. Inspiriert von Abutalebis Werken spielt die Geigerin Maximiliane Wilms am Sonntag, 30. März, um 12 Uhr, während die Künstlerin referiert. Saxofon und Kontrabass erklingen, mit Marcus Bartelt und Markus Schieferdecker, am Freitag, 4. April, um 20 Uhr.

Eine Woche später, am 11. April, ist Sänger und Multiinstrumentalist Nils Kercher, um 20 Uhr, zu Gast. Die „Performerin und die Geigerin“, Wilms und Abutalebi, bestreiten das fünfte Konzert im Rahmen der Ausstellung am Sonntag, 20. April, um 12 Uhr. Die Finissage mit Konzert mit Wilms und Oleksandr Loiko bildet den Abschluss zu „Adieu K“ am Sonntag, 27. April, um 17 Uhr. Der Eintritt in die Kulturkirche, an der Rondorfer Hauptstraße 45, ist frei. Zu den Konzerten wird um eine Anmeldung per E-Mail und außerdem um Spenden für die Musiker gebeten. Zur Vernissage werden zwei Werke der Künstlerin verlost.


paul.link@linkarchiktekten.de oder look@gilaabutalebi.world