1.500 Exemplare lagen in Kölns Kundenzentren bereit. Wie es jetzt mit dem Projekt weitergeht.
Andrang auf Pilotprojekt in KölnAlle Gutscheine für „Frauen-Nacht-Taxi“ nach drei Tagen vergeben

Frauen sollen durch die Vergünstigung eine möglichst sichere Heimfahrt antreten können.
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Das Pilotprojekt Frauen-Nacht-Taxi hat einen erfolgreichen Start hingelegt. Bereits nach Beginn am vergangenen Montag waren 95 Prozent der Taxigutscheine ausgegeben worden. Das teilte die Stadt auf Nachfrage mit. Seit dem heutigen Mittwochvormittag sei das Kontingent vollständig ausgeschöpft.
Insgesamt lagen 1.500 Gutscheine zur Abholung in den Kölner Kundenzentren bereit. Diese können nun bis Mitte August bei Fahrerinnen und Fahrern von „Taxi Ruf“ eingelöst werden. Im Anschluss soll das Projekt in die Evaluierungsphase gehen.
Personen mit dem Geschlechtseintrag „weiblich“ oder „divers“ konnten sich bis zu drei Gutscheine im Wert von jeweils zehn Euro abholen, der Wohnort spielte keine Rolle. Das Angebot für die vergünstige Heimfahrt gilt täglich zwischen 22 und 6 Uhr. Start der Fahrt muss in Köln und das Ziel eine Wohnadresse sein, die aber auch außerhalb der Stadt liegen darf.
„Frauen-Nacht-Taxi“ in Köln: Rat diskutiert Zukunft des Projekts
Die Stadt setzt mit dem Projekt einen Beschluss des Gleichstellungsausschusses vom Juni um. Dieser hatte die Gutscheine mit 15.000 Euro finanziert. Vorsitzende Teresa De Bellis-Olinger (CDU) freut die hohe Nachfrage: „Das zeigt, dass das Angebot sicherlich auch gut angenommen wird“, erklärt sie. Jetzt müsse geprüft werden, ob die Gutscheine auch eingelöst werden. „Ich hoffe, dass die Gutscheine nicht nur im Portemonnaie verschwinden. Das glaube ich aber nicht.“
Der Andrang auf die Gutscheine bestätige sie nochmals darin, das Projekt in den aktuellen Haushaltsverhandlungen zu verfechten. „Ich hoffe, dass wir im Bündnis (Grüne, CDU und Volt) die Mehrheit für ein höheres Budget bekommen. So, wie es andere Städte auch machen.“ In München oder Freiburg, wo das Projekt fest installiert ist, seien dafür zwischen 40.000 und 50.000 Euro jährlich nötig. Dort beteiligen sich jedoch auch Taxiunternehmen an den Kosten.