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Zum Aus fürs OdysseumDer Umbau macht Schule

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Odysseum Kalk

Das Odysseum im Kalk soll zu einer Schule umgebaut werden.

Die Lösung hat Charme, auch weil die Ansiedlung des Odysseums in Kalk keine wirkliche Erfolgsgeschichte geworden ist.

Köln fehlen Schulen, und Köln fehlen Flächen für Schulen. Das Problem ist nicht neu, und wenn der Druck auch etwas abgenommen hat, mangelt es weiter vor allem an Gesamtschulplätzen. Die Stadt reagiert inzwischen kreativ auf die Problemlage: Das frühere Völkerkundemuseum in der Südstadt wurde ebenso zur Schule umgerüstet wie die alte Unity-Media-Zentrale an der Aachener Straße. Lehrende und Schülerinnen und Schüler haben sich bereits gut zurechtgefunden in den umgerüsteten Immobilien. Nun also das Odysseum, eine Bildungsstätte der Wissenschaft. Gerade im Rechtsrheinischen wurde es höchste Zeit für eine neue Gesamtschule, nur Freiflächen gibt es nicht.

Die Lösung hat Charme, auch weil die Ansiedlung des Odysseums in Kalk keine wirkliche Erfolgsgeschichte geworden ist. Die Sparkassen-Stiftung stieg aus dem Projekt aus, weil oft die Besucher fehlten. Die WDR-Maus konnte das Wissenschaftsmuseum kurzzeitig wieder zu mehr Popularität verhelfen, doch so richtig zog der begehbare Experimentierkasten die Massen nicht an.

Zugkraft entwickelten die populären Sonderausstellungen. Dinos, Harry Potter und nun der Sarg des Pharao Ramses sorgten für allerhand Trubel in Kalk. An Räumen und Hallen für große Wechselausstellungen besteht ohnehin ein akuter Mangel in Köln, sie fehlen auch der Kultur. Daher sollte die Stadt Kreativität auch bei der Suche nach einem neuen Standort fürs Odysseum einbringen. Mit Blockbuster-Schauen und einem attraktiven Ort könnte das Konzept des Hauses doch noch aufgehen.