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Offene Fragen zu MMCEx-Sparkassenchef Schröder erklärt sich vor Gericht

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MMC

Viel Geld verlor die Sparkasse Köln Bonn im Zusammenhang mit dem Studiogelände Coloneum im Kölner Norden.

Köln – Wieso übernimmt man weitere Anteile an einem Unternehmen, das kurz vor einer Insolvenz steht, und nimmt dafür hohe Verluste in Kauf? Diesen Fragen müssen sich der ehemalige Chef der Sparkasse Köln Bonn, Gustav Adolf Schröder, und ein weiterer früherer Vorstand des Kreditinstituts, Franz-Josef Schäfer, am Donnerstag vor dem Kölner Landgericht stellen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Untreue. Denn die Sparkasse erlitt durch einen Deal in Zusammenhang mit einem Oppenheim-Esch-Fonds und den Produktionsstudios Magic Media Company (MMC) hohe Verluste. Die 18. Strafkammer verhandelt diesen Teil ebenfalls im Rahmen des Prozesses um die Kölner Messehallen.

"Katastrophale Folgen"

Die Sparkassen-Tochter SKBB war zum "Tatzeitpunkt", Anfang der 2000er Jahre, bereits mit 25 Prozent an den MMC beteiligt. Die anderen Anteile hielten RTL, Pro7 und die Kranunternehmer Helmut und Bernd Breuer. Das Unternehmen schrieb rote Zahlen. Als Grund nannte Helmut Breuer vor Jahren überhöhte Mieten an einen Oppenheim-Esch-Fonds, dem die Studios gehörten. Die Brüder Breuer wollten Mietverpflichtungen nicht mehr nachkommen und aussteigen. Daraufhin übernahm die Sparkasse, beziehungsweise eine Gesellschaft aus dem Umfeld der Sparkasse, die Anteile und übernahm die Mietverpflichtungen.

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"Eine Insolvenz der MMC hätte katastrophale Folgen gehabt", erklärt Schröder am Donnerstag auf Nachfrage des Richters - nicht nur für die Sparkasse, sondern auch für Köln als Medienstadt, erklärt er. Schäfer bestätigt seine Aussage. (knd)