Meine RegionMeine Artikel
AboAbonnieren

Gas-VersorgungBundesverband Energiewirtschaft fordert Aktivierung von Notfallplan

Lesezeit 1 Minute
Neuer Inhalt

Laut Bundesverband Energiewirtschaft gibt es Hinweise, dass die Gas-Versorgungslage in Deutschland sich demnächst verschlechtert. (Symbolfoto)

Berlin – Das Bundeswirtschaftsministerium sieht die Versorgungssicherheit bei Gas gewährleistet. Aktuell gebe es in Deutschland keine Versorgungsengpasslage, sagte eine Sprecherin von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag. Daher gebe es aktuell keine Notwendigkeit für eine Frühwarnstufe nach dem Notfallplan Gas. „Die Lage muss aber weiter genau beobachtet werden.“

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft hatte zuvor die Bundesregierung aufgefordert, die Frühwarnstufe im nationalen Notfallplan Gas auszurufen. BDEW-Chefin Kerstin Andreae sagte: „Es liegen konkrete und ernstzunehmende Hinweise vor, dass wir in eine Verschlechterung der Gasversorgungslage kommen.“

Nationaler Notfallplan Gas in Deutschland: drei Krisenstufen möglich

Nach dem Notfallplan gibt es drei Krisenstufen. Eine Frühwarnstufe bedeutet, dass konkrete, ernstzunehmende und zuverlässige Hinweise darauf vorliegen, dass ein Ereignis eintreten kann, welches wahrscheinlich zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt.

Es folgt eine Alarmstufe mit einer Störung der Gasversorgung sowie eine Notfallstufe. In diesem Fall liegt eine „außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage“ vor. Es müssten zusätzlich „nicht marktbasierte“ Maßnahmen ergriffen werden, um insbesondere die Gasversorgung von „geschützten Kunden“ sicherzustellen – beispielsweise private Haushaltskunden. (dpa)