Meine RegionMeine Artikel
AboAbonnieren

Tötungsdelikt in JVAHäftling soll Ehefrau in „Liebeszelle“ getötet haben

Lesezeit 1 Minute
Ein Häftling aus Magdeburg steht unter Verdacht, seine Ehefrau bei einem Besuch getötet zu haben.

Ein Häftling aus Magdeburg steht unter Verdacht, seine Ehefrau bei einem Besuch getötet zu haben.

Ein Häftling in Sachsen-Anhalts größtem Gefängnis steht unter Verdacht, seine Frau in einem Langzeitbesuchsraum getötet zu haben.

Im Gefängnis Burg bei Magdeburg soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein 37 Jahre alter Häftling seine Ehefrau getötet haben. Die Frau sei nach einem Besuch am Donnerstagnachmittag tot aufgefunden worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte der MDR berichtet.

Gegen den 37-Jährigen bestehe der Anfangsverdacht eines Tötungsdelikts, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Stendal. Der Häftling war den Angaben zufolge mit seiner 35-jährigen Frau allein in einem sogenannten Langzeitbesuchsraum. Gegen 14.00 Uhr am Donnerstag wurde die Frau tot aufgefunden.

Raum umgangssprachlich als „Liebes- oder Kuschelzelle“ bekannt

In diese Langzeitbesuchsräume können Gefängnisinsassen in der Regel mehrere Stunden lang meist unbeaufsichtigt Zeit mit ihren Partnern oder Familienangehörigen verbringen. Umgangssprachlich wird auch die Bezeichnung „Liebes- oder Kuschelzelle“ verwendet.

Die Justizvollzugsanstalt Burg ist das größte Gefängnis in Sachsen-Anhalt. Aus der Opposition in dem Bundesland kam Kritik: Sachsen-Anhalts Linken-Fraktionsvorsitzende Eva von Angern forderte eine zeitnahe Aufklärung - die Tat stelle die Sicherheitslage in den Justizvollzugsanstalten in Frage. „Die Landesregierung muss die Frage beantworten, ob diese Tat hätte verhindert werden können.“

Die Obduktion zur Klärung der Todesursache soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft heute stattfinden. Die Polizeiinspektion Stendal hat die Ermittlungen übernommen. (dpa)