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Beschwerde gegen ChatGPTKI stellt Nutzer fälschlicherweise als Mörder dar

Lesezeit 1 Minute
Das Logo von OpenAI, dem Hersteller von ChatGPT, wird auf dem Bildschirm eines Smartphones angezeigt.

Die KI-Anwendung ChatGPT soll einem Nutzer eine „erfundene Horrorgeschichte“ präsentiert haben.

Die KI machte einen norwegischen Nutzer zum Mörder seiner Kinder. Dieser ist besorgt, dass andere Menschen diese falsche Information glauben könnten.

Wegen der fälschlichen Darstellung eines norwegischen Nutzers als Mörder hat eine Verbraucherschutzgruppe Beschwerde gegen den Entwickler des KI-Programms ChatGPT eingereicht. ChatGPT verbreite „regelmäßig Falschinformationen über Menschen ohne einen Weg anzubieten, diese zu korrigieren“, erklärte die auf Datenschutzfragen spezialisierte Gruppe NOYB am Donnerstag in Wien.

Im Falle des Norwegers hatte das Programm behauptet, dieser habe seine Kinder ermordet. Als der norwegische Nutzer ChatGPT gefragt habe, welche Informationen es über ihn habe, habe das Programm ihn mit einer „erfundenen Horrorgeschichte konfrontiert“, erklärte NOYB. „Zu allem Übel enthielt diese echte Teile aus seinem Privatleben“. Der betroffene Nutzer erklärte, seine größte Angst sei, dass Menschen diese Informationen lesen und glauben könnten.

Beschwerde bei Datenschutzbehörde eingelegt

NOYB legte nach eigenen Angaben Beschwerde bei der norwegischen Datenschutzbehörde Datatilsynet ein. Darin forderte die österreichische Datenschutzgruppe, der ChatGPT-Entwickler OpenAI müsse „die diffamierende Behauptung löschen und sein Programm präziser einstellen, um ungenaue Informationen zu beseitigen“.

Laut dem NOYB-Datenschutzanwalt Joakim Soederberg verlangen EU-Datenschutzrichtlinien, dass persönliche Daten zutreffend sein müssen. „Ist das nicht der Fall, haben Nutzer das Recht, es ändern zu lassen, damit sie der Wahrheit entsprechen“, erklärte er. OpenAI reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. (AFP)