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Bezirksvertretung EhrenfeldVorschlag für Parkhallen für Wohnmobile in Köln abgelehnt

Lesezeit 2 Minuten
Massive Erscheinungen: An abgestellten Wohnmobilen stören sich die Nachbarn häufig (Melatengürtel/Ehrenfeld)

An vielen Stellen im Veedel werden Wohnmobile auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt, wie hier am Melatengürtel in Ehrenfeld.

Die Diskussion um Wohnmobile und Wohnwagen auf Parkplätzen in den Kölner Veedeln ist oft groß. Ein Lösungsvorschlag in der BV Ehrenfeld wurde nun abgelehnt.

Wohnmobile und Wohnwagen, die von ihren Besitzern in Wohnquartieren am Straßenrand abgestellt werden, sorgen für Unmut in der Nachbarschaft. Sie werden in vielen Fällen nur ein- oder zweimal im Jahr genutzt, blockieren aber für den Rest des Jahres rare Parkplätze. Zudem stören oder erschweren sie wichtige Sichtbeziehungen zwischen den unterschiedlichen Verkehrsteilnehmern – zwischen Kraftverkehr und Fußgängern beispielsweise – und verdunkeln enge Straßen unnötig.

Auch die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld sucht nach einem Durchbruch bei dem Ärgernis, das in so manchem Veedel bekannt ist. Die Christdemokraten stellten den Antrag, die Stabsstelle Wirtschaftsförderung solle nach Besitzern von geeigneten Hallen- und Freiflächen suchen. Dort sollten Parkplätze für Wohnwagen, Wohnmobile und Anhänger eingerichtet und deren Eigentümern „auf Mietbasis“ angeboten werden, „damit diese ihre Fahrzeuge dort kurz- oder langfristig abstellen können.“

Wohnmobile in Kölner Gewerbegebiete auslagern

So ließen sich die Wohnmobile aus den Straßen der Wohnquartiere in Gewerbegebiete auslagern. Gerade im Stadtbezirk Ehrenfeld stünden entsprechende Hallen und Flächen „unbenutzt zur Verfügung“, sagte Jutta Kaiser von der CDU. Der Antrag wurde jedoch mehrheitlich bei Enthaltung der Fraktion Die Linke/Die Partei und FDP-Bezirksvertreterin Marlis Pöttgen abgelehnt.

Bettina Tull von der Grünen-Fraktion etwa meinte, es sei das Problem des Fahrzeughalters, sein Wohnmobil „vernünftig abzustellen“. Tull unterstrich, dass Wohnmobile in öffentlichen Straßen durchaus Gefahren heraufbeschwören können, etwa wenn sie auf Parkplätzen am Straßenrand in der Nähe von Schulen stehen. „Aber es ist nicht die Aufgabe der Verwaltung, auch noch nach Parkplätzen zu suchen. Die haben genug zu tun.“

Petra Bossinger, Fraktionsvorsitzende der SPD, bekundete „Sympathie“ für den Antrag, sie könne das Anliegen sehr gut nachvollziehen. Auch seien geeignete Flächen und Hallen problemlos im Bezirk zu finden, aber den Eigentümern von Wohnmobilen könne man „noch so tolle Angebote machen, die wollen es direkt vor der Haustür haben“. Derzeit habe man dagegen leider „keine Handhabe“.