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RückschlagHamburg Towers werden in Bonn zum Party-Killer

Lesezeit 3 Minuten
Bonns Bodie Hume (links) setzt sich gegen Hamburgs Niklas Wimberg durch, er kam auf fünf Punkte.

Bonns Bodie Hume (links) setzt sich gegen Hamburgs Niklas Wimberg durch, er kam auf fünf Punkte.

Telekom Baskets verlieren Jubiläumsspiel zum 30. Geburtstag mit 93:96 – Dramatisches Schlussviertel

Die Telekom Baskets hatten sich so viel Mühe gegeben, diesen runden Geburtstag mit ihren Fans mit einem abwechslungsreichen Programm zu feiern (siehe Infokasten), aber am Ende herrschten bei Spielern und Anhängern doch weitgehend Enttäuschung und Frust. Der Grund war nachvollziehbar: Die Baskets verloren das so wichtige Schlüsselspiel gegen die zuvor punktgleichen Hamburg Towers in den letzten Spielsekunden doch noch mit 93:96 (27:32, 18:15, 31:24, 17:25).

Das war ein herber Rückschlag im Bemühen, sich doch noch für die Play-Ins oder Playoffs zu qualifizieren. Statt Plätze gutzumachen, rutschten die Baskets wieder auf Rang 14 ab.

Vor 6000 Zuschauern im zum zehnten Mal in dieser Saison ausverkauften Telekom Dome schienen die Bonner eine schwierige Partie, in der sie zweieinhalb Viertel nur hinterherliefen, mit einer Energieleistung noch aus dem Feuer reißen zu können. Denn im dramatischen Schlussviertel, in dem die Führung noch zehnmal wechselte, hatten sie sich mehrfach einen Vorteil erkämpft.

Sam Griesel schoss 2:46 Minuten vor dem Ende per Dreier zum 87:82 die höchste Bonner Führung im gesamten Spiel heraus. Aber die hatte ebenso wenig Bestand wie das 89:88 (1:07 Min. vor Schluss), das 91:90 (0:41 Sek.) oder das 93:92 (0:17 Sek.). Besser machten es da die Hamburger, für die Johnathan Stove neun Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier traf. Darius McGhee blieben nur 1,6 Sekunden, diesen Wurf zu kontern, sein Verzweiflungsdreier ging aber vorbei.

Womöglich hatte die Aufholjagd zu Beginn die Bonner auch zu viel Kraft gekostet. Denn nach einem Fehlstart lagen sie im ersten Viertel mit elf Punkten in Rückstand (8:19). Erst nach 19 Minuten konnten sie ausgleichen (43:43), die Führung gelang erst Mitte des dritten Durchgangs (61:60).

Dabei lebten die Baskets von einer gute Ausbeute bei den Fernschüssen: Sie trafen 17 Dreier, und das bei einer starken Trefferquote von 50 Prozent. Ein klarer Schwachpunkt war dagegen das Rebounding – für Baskets-Coach Marko Stankovic lagen darin die Gründe für die Pleite: „Die Niederlage kam durch unsere Rebound-Probleme zustande, die wir das ganze Spiel lang hatten. Hamburg hat sich 12 Rebounds mehr gesichert und hatte 19 Offensiv-Rebounds.“ Als nächstes wartet am Sonntag gegen Oldenburg ein weiteres Heimspiel auf die Bonner.

Baskets (Punkte/Dreier): McGhee (22/4), Bähre (3 /1), Griesel (12 /2), Fleming (22/5), Soares (8/2), Lomazs (9/1), Hume (5/1), Pape (5), Thiemann, Kennedy (7); Rebounds: 34 (Kennedy 7, Bähre 5); Assists: 14 (Bähre 4, Fleming 4); Ballverluste: 10 (McGhee 3); Trefferquote Feld: 45 % (31/69); Dreierquote: 50 % (17/34); Freiwurfquote: 78 % (14/18).
Hamburg (Punkte/Dreier): Brae (19/3), Lottie (7), Grey (5), Wimberg (14/2), Barnett (16/5), Stove (20/1), Kuath (9), Ogbe (4), Turudic (2); Rebounds: 46 (Wimberg 13); Assists: 15 (Ivey 5, Wimberg 4); Ballverluste: 13 (Brae 4); Trefferquote Feld: 47 % (33/70); Dreierquote: 39 % (11/28); Freiwurfquote: 73 % (19/26).

FanfestAls die Baskets am Samstag ihren 30. Geburtstag feierten, sah man viele ehemalige Heroen wie Chris Ensminger (Foto) oder Mike Koch. Andrej Mangold traf einen Wurf aus dem Mittelkreis. Unter den Gratulanten war auch Ex-Trainer Tuomas Iisalo, der am Freitag beim NBA-Club Memphis Grizzlies zum Cheftrainer aufgestiegen war.