Bayer 04 Leverkusen ist nach zwölf freien Tagen in die kurze Vorbereitung auf das nächste Bundesligaspiel am Freitag in Dortmund eingestiegen.
Trainingsauftakt Bayer LeverkusenDer Meister geht weiter auf neuen Wegen

Gut gelaunt und neu frisiert ins neue Jahr: Granit Xhaka (r.) präsentiert sich mit kahl rasiertem Kopf neben seinen Teamkollegen Jeremie Frimpong und Artem Stepanov (l.) beim Trainingsauftakt von Bayer 04 Leverkusen.
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Bayer 04 Leverkusen hatte schon im abgelaufenen Jahr ein paar neue, erfolgversprechende Wege eingeschlagen. Nun präsentierte sich der Deutsche Meister und Pokalsieger auch zum Trainingsauftakt 2025 in neuem Format. Noch nie hatte Bayer Leverkusen die erste Einheit eines Fußballjahres unter Flutlicht absolviert. Trainer Xabi Alonso, sein Team und 1700 Fans im vollbesetzten Ulrich-Haberland-Stadion störten sich nicht an der feucht-kalten Witterung und fanden einen stimmungsvollen Einstieg ins neue Jahr.
Der Werksclub hatte den Termin in den Abendstunden ausgewählt, um Chefcoach Alonso und den über den gesamten Erdball verteilten Spielern nach zwölf freien Tagen genügend Zeit zur Anreise zu geben. Zurück an der BayArena vermittelten der Doublesieger einen erholten, hungrigen, fokussierten und für die Konkurrenz gefährlichen Eindruck.
Es gibt große Ziele zu erreichen und große Ambitionen, für die wir kämpfen wollen.
„Wir kommen wieder mit Vollgas“, hatte Alonso schon nach dem 5:1-Heimsieg gegen Freiburg angekündigt und die „großen Ambitionen“ bei nur vier Punkten Rückstand auf Bayern München im Meisterrennen, vor dem DFB-Pokalviertelfinale gegen den 1. FC Köln und als Vierter der aktuellen Champions League-Tabelle betont. „Es gibt große Ziele zu erreichen und große Ambitionen, für die wir kämpfen wollen“, beschwor der 43-Jährige seine Siegermentalität.
So wie Florian Wirtz, der kahl rasierte Granit Xhaka, Jonathan Tah und Co. die gut einstündige Lauf- und Passeinheit im individual-, aber auch gruppentaktischen Bereich absolvierten, war klar, dass alle Leverkusener ihre Urlaubs-Trainingspläne gewissenhaft befolgt hatten. „Bravo Jona (Tah)“ oder „Yes Nordi (Mukiele)“ feuerte Alonso seine Schützlinge an, wenn diese in höchstem Tempo, auf engstem Raum eine Passlücke gefunden oder den Ball im Zweikampf erobert hatten und so den Beifall der Zuschauer provoziert hatten.
Edmond Tapsoba und Neuzugang Alejo Sarco fehlen
Noch nicht mit von der Partie war Alejo Sarco. Der 18-jährige Angreifer wurde nach Ablauf seines bis zum 31. Dezember 2024 datierten Vertrages vom argentinischen Meister CA Velez Sarsfield an die Dhünn geholt und gilt Geschäftsführer Simon Rolfes als „Versprechen auf die Zukunft“. Wie schnell das Sturmtalent im Profikader Fuß fassen kann oder doch Gebrauch von seiner U19-Spielberechtigung machen wird, bleibt abzuwarten. Nach Sarcos ausbleibender Vertragsverlängerung hatte Velez ihn aus dem Profiteam genommen und bei der eigenen A-Jugend trainieren lassen. Nun fehlt dem argentinischen U20-Nationalspieler ein halbes Jahr Wettkampfpraxis.
Für Edmond Tapsoba kam die Eröffnungseinheit am 2. Januar ebenfalls noch zu früh. Der Innenverteidiger trainierte auf dem Nebenplatz individuell und griff genau wie der nach seinem Wadenbeinbruch erst kommenden Monat zurückerwartete Amine Adli und Victor Boniface nicht ein. Letzterer fehlte im Dezember verletzt und liegt im Zeitplan hinter Jonas Hofmann zurück.
Jonas Hofmann ist nach Verletzung wieder im Training
Der Ex-Gladbacher (Oberschenkelverletzung) war wieder mit von der Partie und dürfte auch im einzigen Testspiel der Mini-Vorbereitung am Sonntag (12 Uhr) im Ulrich Haberland-Stadion gegen Regionalligist RW Oberhausen eingesetzt werden. Schließlich hatte Alonso schon im Vorjahr gebetsmühlenartig wiederholt, dass die Titelsammlung nur als Team erreicht werden konnten.
Nun steht Bayer Leverkusen vor der ersten, richtungsweisenden Phase in 2025 und braucht einen vollbesetzten Kader. Ihren aktuellen Lauf von acht gewonnenen Pflichtspielen möchte die Werkself am Freitag bei Borussia Dortmund (20.30 Uhr/Sat1) fortsetzen. Bis Ende des Monats folgen fünf weitere, harte Brocken in Bundesliga und Champions League. Gegen Mainz (14.1.), Gladbach (18.1.), bei Atlético Madrid (21.1.), in Leipzig (25.1.) und gegen Sparta Prag (29.1.) will der Meister bereit sein, um den neu eingeschlagenen Weg fortzusetzen.