Der 1. FC Köln hat beim 1:1 den Derbysieg gegen Düsseldorf kurz vor Schluss aus der Hand gegeben. Die FC-Profis in der Einzelkritik:
Einzelkritik 1. FC KölnSchmieds verhängnisvolles Handspiel, Kainz erstes Feldtor

Kölns Torschütze Florian Kainz jubelt nach seinem Treffer zur 1:0 Führung.
Copyright: dpa
Marvin Schwäbe: Ein harmloses Schüsschen von van Brederode (9.), mehr hatte die Kölner Nummer eins in der ersten Hälfte nicht zu tun. In Hälfte zwei im Glück bei Vermeijs Lattenheber (84.) und dann chancenlos beim Elfmeter. Note: 3
Timo Hübers: Der Kapitän war defensiv so gut wie nicht gefordert und nutzte seine Zeit ab und an zu einem Vorstoß. Die zündende Idee kam ihm allerdings nicht. Schwamm in der Drangphase der Fortuna nach dem 1:0 bedenklich. Note: 4
Joel Schmied: Auch im Zentrum der Dreierkette gab es gegen die sehr vorsichtigen Düsseldorfer wenig Arbeit. Der Schweizer verlebte zunächst einen geruhsamen Nachmittag. Spielte dann aber verhängnisvoll mit links Volleyball am Fünfer (87.). Note: 5
Dominique Heintz: Der Routinier in der Kölner Abwehrreihe war wenigstens bei den vereinzelten langen Bällen der Fortuna im Kopfballspiel gefordert und brachte diese alle zum Mitspieler. Note: 3,5
Jusuf Gazibegovic: Beste Leistung des Winter-Neuzugangs von Sturm Graz. Ballsicherer Aktivposten auf der rechten Schiene mit Zug zum Tor. Holte Gelb gegen Heyer raus. Ließ in Hälfte zwei etwas nach und konnte die Flanke vor dem Ausgleich nicht verhindern. Note: 3
Mathias Olesen: Verteilte von der Sechs die Bälle, ohne ins Risiko zu gehen. Spielte also vorwiegend quer oder zurück. Wie so oft eine unauffällige Leistung des Luxemburgers. Note: 3,5
Luca Waldschmidt (ab 46.): Der Ex-Nationalspieler hatte eine gute Trainingswoche, bekam seine Chance und rückte für Ljubicic ins rechte, offensive Mittelfeld. Dort zwar ohne die ganz großen Impulse, aber fleißig gegen den Ball. Note: 4
Leart Pacarada: Der linke Schienenspieler war nach drei Tagen Trainingspause rechtzeitig fit geworden und tat den Kölnern mit seiner Passgenauigkeit gut. Fand mit seinen gefährlichen Flanken aber keine Abnehmer. Sah seine fünfte Gelbe Karte und ist an Karneval in Karlsruhe gesperrt. Note: 3
Dejan Ljubicic: Eine Fleißnote verdient sich der offensive Mittelfeldspieler immer. Harmonierte auf rechts gut mit Gazibegovic, streute aber zu viele Ungenauigkeiten beim ersten Kontakt und im Passspiel ein. Prüfte Kastenmeier aus 16 Metern (23.) und rückte nach der Pause für Olesen auf die Sechs. Note: 3,5
Florian Kainz: Wenn einmal ein kluger Ball in die Tiefe kam, dann vom Österreicher. Setzte Maina in Szene (18.) und traute sich kurz vor der Halbzeit einen Fernschuss zu (44.). Belohnte sich für seine starke Leistung mit dem 1:0. Note: 2
Imad Rondic: Startelfdebüt für den Bosnier, der den leicht überspielten Damion Downs in der Sturmspitze ersetzte. Der 25-Jährige fand in der ersten Hälfte nicht statt, bewegte sich zumeist in ungefährlichen Räumen und konnte sich in seinen wenigen Zweikämpfen nicht durchsetzen. Nachdem sein einziger Torschuss geblockt wurde, ausgewechselt. Note: 4,5
Damion Downs (ab 56.): Kam für Rondic und leitete kurze Zeit später das 1:0 ein. Besser positioniert als sein Vorgänger. Note: 3
Linton Maina: Viel unterwegs und mit dem ersten gefährlichen Abschluss für den FC (18.). Verzettelte sich zunächst immer wieder. Nach der Pause mit zwei unwiderstehlichen Soli, von denen das zweite zum 1:0 führte. Note: 2,5