Die Lokführergewerkschaft GDL hat zum Warnstreik aufgerufen - bis Donnerstag, 18 Uhr. Trotzdem sollen im Köln-Bonner Raum einige Regional-Linien verkehren.
Streik der LokführerWelche Regionalexpress-Linien ausfallen – und welche noch fahren

So sah der Kölner Hauptbahnhof m Sommer 2021 aus: Auch damals legte die GDL große Teile des Bahnverkehrs lahm.
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Bahnreisende müssen sich wegen des Warnstreiks der Lokführergewerkschaft GDL auf massive Einschränkungen einstellen. Die Deutsche Bahn erstellte einen Notfahrplan. Sie geht davon aus, dass am Donnerstag „weniger als 20 Prozent der ICE- und IC-Züge“ sowie kaum Regionalzüge fahren. Die für Donnerstag geplante Fortsetzung der Tarifgespräche mit der GDL sagte sie ab.
Bahn-Konkurrenten im Nahverkehr wie National Express (in NRW Betreiber des Rhein-Ruhr-Express, des RE 7 und der Regionalbahn 48) sowie die Mittelrheinbahn werden nicht bestreikt. Auch bei diesen Unternehmen kann der GDL-Streik aber indirekte Auswirkungen haben. Die von der Deutschen Bahn betriebenen Linien RE 8 (Mönchengladbach–Koblenz über die rechte Rheinstrecke), RE 9 (Aachen–Siegen) und RE12/22 (Köln–Euskirchen) verkehren nicht, ebenso wenig wie zahlreiche Linien im Ruhrgebiet. S-Bahnen sollen grundsätzlich verkehren, aber auch hier kann es zu Einschränkungen kommen. Weitere Informationen gibt es hier.
Am Vorgehen der GDL gab es Kritik. Streiks sollten mindestens 48 Stunden vorher angekündigt werden, erklärte der Fahrgastverband Pro Bahn. Das Streikrecht stehe nicht in Frage, der Fahrgast sei aber auch „nicht Tarifpartner und der Nahverkehr ist Daseinsvorsorge“. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warf der GDL vor, nicht um die Sache, sondern um die eigene „Daseinsberechtigung“ zu kämpfen. (dpa/EB)