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Heinrich-Böll-GymnasiumMedien-Scouts helfen beim Umgang mit Sozialen Netzwerken

Lesezeit 2 Minuten

v.l.h. Lehrerin Saskia Kubis, Lehrerin Laura Führ, Jasper Weiß. v.l.unten: Luisa Reichenbächer, Nils Müller und Ilayda Mermer.

  1. Den sicheren Umgang mit Social Media und Internet vermitteln die Medienscouts am Heinrich-Böll-Gymnasium.
  2. Seit Dezember sind vier Schüler und zwei Lehrer im Einsatz, getreu dem Motto „Safe durchs Netz“.

Troisdorf – Cyber-Mobbing, Facebook, YouTube. Immer mehr Konten, Klicks und Katastrophen, und in der Schule gibt es davor keinen Halt. Den sicheren Umgang mit Social Media und Internet vermitteln die Medienscouts am Heinrich-Böll-Gymnasium.

Die vier Schülerinnen und Schüler Luisa Reichenbächer, Ilayda Mermer, Nils Müller und Jasper Weiß aus der achten Klasse mit den Lehrerinnen Saskia Kubis und Laura Führ haben sich seit Schuljahresbeginn zu Medienscouts ausbilden lassen und sind seit Dezember nun im Einsatz, getreu dem Motto „Safe durchs Netz“.

In sechs Workshops der Landesanstalt für Medien (LfM) ging es beispielsweise um Sicherheit im Internet, Social Communities und Smartphones. Auch „Kommunikationstraining“, „Beratungskompetenz“ und „Soziales Lernen“ war wichtig. Im Dezember erhielten die Achtklässler das Zertifikat der LfM, seitdem kümmern sich die Medienscouts um Fälle von Cybermobbing und klären Schüler über WhatsApp, Snapchat und andere soziale Netzwerke auf. Darüber hinaus informieren sie über das Urheberrecht.

Wie viele Eltern wissen davon, dass ihre minderjährigen Kinder Computerspiele ab 18 spielen? Diese Frage versuchen die Medienscouts mit einer anonymen Umfrage zu beantworten. „Wir haben einen Fragebogen aufgesetzt, mit dem wir bald durch die Unterstufen gehen werden“, erklärt Nils Müller. Und dann werde ein Infoabend für Eltern stattfinden, um sie über die Ergebnisse zu informieren, sagt Laura Führ. „Das wird dann der Anfang für die Zusammenarbeit mit den Eltern, was für uns natürlich sehr wichtig ist. Mediennutzung hört ja weder nach der Schule auf, noch fängt sie da an.“

Das Projekt ist langfristig angelegt; die Schüler wollen es am liebsten noch bis zum Abitur fortführen: Im kommenden Schuljahr werden weitere Medienscouts ausgebildet, die jetzigen machen jetzt schon mal Werbung und werden ihren Nachfolgern dann beratend zur Seite stehen.

„Es ist wichtig, dass auch Lehrer an diesem Projekt teilnehmen. Denn es gibt seit Jahren eine Kluft zwischen Schülern und Lehrern. Die Schüler sind ja oft auf einem höheren Stand als die Lehrer. Durch das Projekt versuchen wir, diese Kluft zu verkleinern“, sagt Pädagogiklehrerin Saskia Kubis. „Bei schweren Fällen wie Cybermobbing können wir den Schülern auch noch helfen.“

Gute Resonanz

Das Heinrich-Böll-Gymnasium ist eines von vielen in Nordrhein-Westfalen, die am Projekt „Medienscouts“ teilnehmen. Die Landesanstalt für Medien bietet es seit einigen Jahren an und es wird gut angenommen.

Im Rhein-Sieg-Kreis ist neben dem Gymnasium Zum Altenforst Troisdorf und der Siegtalschule in Eitorf beispielsweise noch das Albert-Einstein-Gymnasium Sankt Augustin beteiligt.