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Kreisliga AHellas Troisdorf hofft auf das Fußballwunder

Lesezeit 2 Minuten
Voller Einsatz für den SV Hellas: Ewangelos Apostolidis (rechts).

Voller Einsatz für den SV Hellas: Ewangelos Apostolidis (rechts).

Nur fünf Punkte auf dem Konto, aber ganz viel Selbstvertrauen: Der SV Hellas Troisdorf gibt sich kämpferisch. Auch dank eines namhaften Zugangs.

Die halbe Fußball-Kreisliga A steckt im Abstiegskampf. Selbst den Siebten TSV Wolsdorf (23 Zähler) trennen nur sechs Punkte von der roten Zone. Entsprechend alarmiert ist man vor der Partie beim Schlusslicht SV Hellas Troisdorf (So., 14.30 Uhr). Der Gegner hat angesichts einer mageren Ausbeute von nur fünf Punkten aus 17 Spielen zweifellos die schlechtesten Karten. Trotz dieser schweren Hypothek gibt man sich kämpferisch. „Natürlich erscheint unsere Situation aussichtslos“, sagt Trainer Fernando Sanchez-Cortes. „Aber solange wir rechnerisch nicht abgestiegen sind, glauben wir an das Fußballwunder.“

Die Vorbereitung und die ersten beiden Rückrundenspiele beim TuS Mondorf II (2:2) und gegen Oberlar (0:1) haben Mut gemacht, auch wenn die Ausbeute erneut mager ausfiel. „Meiner Ansicht nach hätten wir beide Partien gewinnen müssen“, so der Coach. „Meine wichtigste Erkenntnis war: Wir sind konkurrenzfähig.“

Das kommende Spiel gegen Wolsdorf ist für Sanchez-Cortes ein besonderes, schließlich trifft er auf seinen Trainerkollegen Kosta Pentazidis: „Uns verbindet eine enge Freundschaft. Er drückt mir in jedem Spiel die Daumen, nur wohl am Sonntag nicht.“ Wolsdorf bezeichnet er derweil als „Wundertüte“. Der jüngste 4:1-Erfolg über die SF Troisdorf 05 habe „gezeigt, dass diese Mannschaft auf sehr hohem Niveau spielen kann. In der Hinrunde hat man auch Spich II (mit 2:1, Anm. d. Red.) geschlagen.“

Wir sind am Sonntag keineswegs chancenlos
Fernando Sanchez-Cortes, Trainer des SV Hellas Troisdorf

Allerdings habe der TSV auch immer wieder mal gegen Teams aus der unteren Tabellenregion gepatzt: „Daher sind wir am Sonntag auch keineswegs chancenlos.“ Dabei baut Hellas nicht zuletzt auf Zugang Ioannis Foukis (38). Der beim Bonner SC ausgebildete Linksfuß sammelte bei Fortuna Köln (NRW-Liga) sowie den Mittelrheinligisten FC Hennef, Euskirchener TSC und Alfter (Mittelrheinliga) jede Menge höherklassige Erfahrung. In den letzten fünf Spielzeiten kickte er für den B-Ligisten Olympias Eitorf.

„Sein Sohn spielt hier bei den Bambini und Ioannis hat viele Freunde in unserem Verein“, so Sanchez-Cortes. „Wir sind froh, dass er uns weiterhelfen will.“ Auch wenn er bei seinem Debüt prompt ein Tor erzielte, solle man „keine Wunderdinge erwarten. Er gibt uns aber im Training und Spiel viele gute Ratschläge. Wir hoffen, dass er uns im Worst-Case beim direkten Wiederaufstieg hilft.“ Der TSV Wolsdorf reist derweil mit einer großen Portion Selbstvertrauen nach Troisdorf. Dem 5:0-Erfolg in Oberlar ließ man im Duell mit den SFT gleich das nächste Ausrufezeichen folgen. „Den Flow wollen wir jetzt nutzen“, so Pentazidis.