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Aus für SupermarktWas tun mit dem Leerstand am Steinhofplatz – Overather beraten

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Der Su­per­markt im Un­ter­ge­schoss des Ge­schäfts­hau­ses am Stein­hof­platz schließt Ende Januar 2018.

Overath – Nach dem Aus für den Lebensmittelmarkt am Steinhofplatz wollen sich die Immobilieneigentümer des Gebietes im Januar zusammensetzen, um über die Lage vor Ort und ihre Verbesserung zu reden. Das kündigte der Overather Unternehmer Wolfgang Michels an. Michels schlug überdies vor, im hinteren Teil des Platzes ein Parkdeck zu bauen, um die Parkplatzsituation etwas zu entspannen.

Am Steinhofplatz gibt es laut Michels im Wesentlichen vier Eigentümer: Neben ihm selbst sind dies die Kölner Hehn-Betriebe des Unternehmers Robert Hehn, denen auch das 2003 errichtete Gebäude mit dem Supermarkt und weiteren Geschäften gehört, sowie die Kreissparkasse Köln und schließlich die Stadt Overath selbst.

Bei dem Treffen bei Bürgermeister Jörg Weigt am 24. Januar im Rathaus muss es nach Ansicht von Michels nicht allein um die Parkplatzsituation vor Ort gehen, sondern auch um die unzureichende Sauberkeit. Auf dieser zentralen Fläche müsse die Stadt größere Aktivitäten entfalten.

„Kein Bürgermeister möchte Immobilien-Leerstände haben“

Weigt sagte im Gespräch mit dieser Redaktion, er habe bereits im Sommer mit Supermarkt-Betreiber Jörg Dornseifer über die anstehende Entwicklung gesprochen und sei darüber „alles andere als glücklich. Kein Bürgermeister möchte Immobilien-Leerstände haben“. Kunstausstellungen in den Schaufenstern leerstehender Geschäfte machten den Leerstand zwar optisch erträglicher, seien auf Dauer aber keine Lösung. Die Stadt suche den Kontakt zu den anderen Immobilieneigentümern.

Für die Kreissparkasse Köln bleibe Overath ein bedeutender Standort, sagte ein Sprecher: „Vor diesem Hintergrund investieren wir aktuell in eine grundlegende Modernisierung unserer Regional-Filiale am Steinhofplatz.“ Infolge einer Erweiterung der Fläche im Erdgeschoss könnten die Kunden künftig alle Beratungsleistungen auf einer Ebene in Anspruch nehmen. Die Fertigstellung sei für Mai 2018 geplant.

Parkraum-Probleme wachsen

Weigt wies darauf hin, dass Lebensmittelhändler Dornseifer selbst keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen den mehrfach geänderten Parkplatz-Vorschriften für den Platz und seiner kaufmännischen Entscheidung, das Geschäft zu schließen, hergestellt habe. Michels wies auf die wachsenden Parkraum-Probleme in Overath hin. Am Steinhofplatz trage auch das städtische Bürgerbüro zu einer wachsenden Parkplatz-Nachfrage bei. Der Mangel werde durch die Entscheidung, in der engen Glockengießerstraße eine neue Kindertagesstätte zu bauen, verschärft.

Einen wachsenden Parkraum-Engpass sieht die Stadt selbst offenbar auch. Noch unter dem früheren Bürgermeister Andreas Heider (CDU) gab es zwei Versuche, den Pendler-Parkplatz hinter dem Bahnhof aufzustocken, was aber an Protesten scheiterte. Jetzt hat die Stadt erwogen, unter die geplante Kita am Ende der Glockengießerstraße eine Tiefgarage zu setzen. In einer informellen Umfrage der Stadtverwaltung bei den Fraktionen hätten SPD und Grüne dieses Ansinnen allerdings abgelehnt, teilte die Vorsitzende des Bauausschusses, Veronika Bahne-Classen (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gremiums mit, und die CDU wolle das Projekt nicht um jeden Preis durchsetzen.