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„Das war knapp“Bergisch Gladbacher Feuerwehr rettet Kinder bei Hochhausbrand

Lesezeit 3 Minuten
Insgesamt wurden bei dem Feuer in dem Gronauer Hochhaus fünf Wohnungen unbewohnbar.

Insgesamt wurden bei dem Feuer in dem Hochhaus fünf Wohnungen unbewohnbar. 

Es war knapp: Nur wenige Minuten später und für die Kinder wäre jede Hilfe zu spät gekommen.

Der Brand im Hochhaus in Gronau war einer von der Sorte, die zeigen, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr ist. Wäre die Einsatzkräfte ein paar Minuten später vor Ort gewesen, dann würden zwei Kleinkinder wohl nicht mehr leben. Die beiden irrten orientierungslos durch einen völlig verrauchten Flur. Pressesprecher Elmar Schneiders: „Das war einfach wirklich knapp und es ging um Minuten.“

Alarmiert worden war die Feuerwehr um 7.38 Uhr. In den ersten Meldungen war von Rauch aus dem 6. Obergeschoss die Rede. Dann kamen immer weitere Meldungen und die Einsatzkräfte sahen schon bei der Anfahrt zur Mülheimer Straße den Rauch von weitem. Da war dann klar, dass es sich um einen größeren Einsatz handelt.

Feuer in Bergisch Gladbach: Kinder irren durch Flur

Vor Ort erlebten die Feuerwehr, wie der Brand sich von der sechsten Etage bis achten Etage ausgeweitete. Die Alarmstufe wurde noch einmal heraufgesetzt und weitere Kräfte angefordert. Über das Treppenhaus und von außen über die Drehleiter rückten die Feuerwehrleute zum Brand vor.

Unter Atemschutz ging es dabei durchs Treppenhaus. Und da tauchten dann die Kinder auf. Sie wurden dem Rettungsdienst übergeben und von dort gab es Entwarnung: Beide sind wohlauf. Sie wurden nicht verletzt. Und diese Rettung der Kinder – beide unter zehn Jahre – war dann auch für die Feuerwehr eine ganz besondere Bestätigung der eigenen Arbeit. Schneiders: „Da gab es viele strahlenden Gesichter bei uns.“

Großeinsatz für die Feuerwehr: Der Brand in einer Wohnung des sechsten Stocks breitete sich schnell bis in den achten Stock aus.

Großeinsatz für die Feuerwehr: Der Brand in einer Wohnung des sechsten Stocks breitete sich bis in den achten Stock aus.

Eine Person wurde allerdings durch den Rauch so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Weitere vier Personen wurden mit leichten Personen aus dem Haus geholt. Und 55 Menschen wurden von der Feuerwehr aus dem Haus vorübergehend in ein nahe gelegenes Autohaus gebracht.

Über die Drehleiter wurde das Feuer in dem Hochhaus bekämpft.

Über die Drehleiter wurde das Feuer bekämpft.

Schon um 8.30 Uhr konnte gemeldet „Feuer in Gewalt“ gemeldet werden. Der Brand war also unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den späten Nachmittag hin. Insgesamt wurden fünf Wohnungen (inklusive der Brandwohnung) durch Feuer, Rauch und Löschwasser unbewohnbar. Die Mülheimer Straße war während des Einsatzes zwischen Gierather Straße und Damaschkestraße voll gesperrt. Im Berufsverkehr kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach listet auf, wer alles an der Mülheimer Straße im Einsatz war: Die Feuerwehr war mit rund 100 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Für die rettungsdienstliche Versorgung wurde der Leitende Notarzt sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Kreises vor Ort eingesetzt. Die Polizei war ebenfalls mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Nach Abschluss der Maßnahmen der Feuerwehr wurde der Brandort durch die Polizei beschlagnahmt. Jetzt muss geklärt werden, wie es zu dem Brand kommen konnte.