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Badminton-Bundesliga1. BC Wipperfeld scheidet im Halbfinale aus

Lesezeit 3 Minuten
Jenny Mairs und Thuc Phuong Nguyen hechten nach dem Ball.

Das Wipperfelder Damendoppel mit Jenny Mairs  und Thuc Phuong Nguyen lag mit 0:2 zurück, kämpfte sich wieder heran, um dann im fünften Satz zu verlieren.

Der letztjährige deutsche Vize-Meister setzt sich gegen Blau-Weiß Wittorf zu  sehr unter Druck und verliert mit 3:4.

Es wird immer leiser in der Wipperfürther Voss-Arena.   Dem favorisierten Mixed mit Jenny und Gregory Mairs will nicht viel gelingen. Am Ende steht im entscheidenden Spiel eine 1:3 (9:11, 4:11, 11:9, 9:11)-Niederlage gegen Mathias Thyrri/Franziska Volkmann. Nach drei Stunden Spielzeit verliert der 1. BC Wipperfeld mit 3:4 das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft, während das Team von Blau-Weiß Wittorf aus Neumünster über den Einzug ins Finale jubelt. Dort treffen sie auf   Titelverteidiger SV Fun-Ball Dortelweil, der sich zeitgleich mit 4:3 gegen den 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim durchsetzte.

„Die Mannschaft hat sich einfach zu viel Druck gemacht und konnte damit nicht umgehen“, sagte anschließend Wipperfelds Spitzenspieler Mark Lamsfuß.   Er fehlt immer noch aufgrund seiner Knieverletzung und hatte seine Mannschaftskollegen, darunter das abschließende Mixed, gecoacht. Vor allem hatte er auf den erneuten Einzug des Teams ins Finale gehofft, das im August in Dresden stattfindet. Dort hätte er möglicherweise sein Comeback geben können.

Wipperfelds Europameisterin Line Kjaersfeldt musste zuschauen

So musste er   ebenso von Außen die Spiele seiner Teamkollegen verfolgen wie die frisch gebackene Europameisterin Line Kjaersfeldt. Die Dänin kam bei Wipperfeld aufgrund ihrer internationalen Erfolge nicht auf die erforderlichen 40 Prozent an Einsätzen in der Bundesliga und war daher für die Finals nicht spielberechtigt. Auch sie versuchte, ihre Teamkolleginnen mit Tipps vom Spielfeldrand aus zu versorgen.

Vor rund 100 Zuschauern lagen die Wipperfelder, die sich über die gesamte Saison mit Tabellenführer Dortelweil einen Zweikampf an der Spitze geliefert hatten, gegen den Tabellendritten Wittorf nach den ersten beiden Doppeln mit 0:2 zurück. Das sei schon der Knackpunkt gewesen, erklärte Wipperfelds   Badminton-Chef Andreas Lamsfuß. Er meinte vor allem die 2:3 (5:11, 10:12, 14:12, 11:9, 11:6)-Niederlage   von Jones Ralfy Jansen/Gregory Mairs gegen Sören Toft Hansen/Mathias Thyrri.  

Nach den Doppeln lag der 1. BC Wipperfeld mit 0:2 zurück

 Als dann das Damen-Doppel Jenny Mairs/Thuc Phuong Nguyen ebenfalls 2:3 (9:11, 10:12, 11:8, 11:6, 10:12) verlor, standen die Wipperfelder unter Druck. Beide Doppel hatten sich nach einem 0:2-Rückstand zurück ins Spiel gekämpft, ausgeglichen,   aber den fünften Satz abgegeben.

Die Heimmannschaft kämpfte sich mit drei   3:0-Siegen durch das Herren-Doppel 2 mit Christopher und Matthew Grimley (11:8, 11:9, 11:8) gegen Jonathan Dresp/Patrick Vollmann, sowie die Herren-Einzel von Nhat Nguyen gegen Sören Toft Hansen (11:7, 11:5, 11:6) und Arnaud Merkle gegen Jonathan Dresp (11:3, 11:8, 11:5) wieder nach vorne und führte mit 3:2 . Gegen die favorisierte Dänin Anna Siess Ryberg hatte Wipperfelds Kristin Kuuba kaum eine Chance und verlor mit 1:3 (4:11, 11:9, 2:11, 9:11).

Nun musste das Mixed über ein Weiterkommen ins Finale entscheiden.   Jenny und Gregory Mairs fanden nie wirklich ins Spiel, setzten sich selbst unter Druck und je länger die Partie dauerte, desto mehr haderten sie mit sich. „Die Gegner haben sehr gut gespielt, während wir zu viel Angst hatten, zu verlieren“, analysierte Mark Lamsfuß. „Wir wussten, dass Wittorf ein gefährlicher Gegner ist.“

Trotz aller Enttäuschung gehe es für ihn jetzt darum, sagt Nationalspieler Mark Lamsfuß, überhaupt wieder Badminton zu spielen. Nach über einem Jahr Pause hofft er, ab September wieder angreifen zu können und in der World Tour anzutreten. Für den 1. BC Wipperfeld geht es   dann schon wieder in der Liga los und damit erneut um den Einzug ins Finale. Laut Andreas Lamsfuß wird nur Kenneth Neumann Wipperfeld verlassen. Ihn zieht es nach Wittorf.