Durch die Schulstraße sollen kritische Verkehrssituationen am Morgen und am Mittag entschärft sowie die Verkehrssicherheit erhöht werden.
Einjähriger VersuchStadt Waldbröl richtet eine Schulstraße ein

Die vorliegende Planung soll nun abschließend vorbereitet werden.
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Einstimmig hat der Waldbröler Stadtrat die Einrichtung einer Schulstraße am Schulzentrum beschlossen. So sollen kritische Verkehrssituationen in den Morgen- und Mittagsstunden entschärft und die Verkehrssicherheit vor Ort erhöht werden. Das soll durch eine temporäre Sperrung der Goethestraße mit ergänzenden Verkehrsregelungen in der Schillerstraße und dem Höhenweg erreicht werden – unter Berücksichtigung der Anforderungen von Schulen und Anwohnern. Alternativen für Elterntaxis sind mit mehreren Hol- und Bringzonen in der Umgebung gegeben.
Im Vorfeld hatte der Ausschuss für Bauen und Verkehr die Verwaltung Mitte vorigen Jahres beauftragt, die Möglichkeiten zur Einrichtung einer Schulstraße am Schulzentrum zu prüfen (wir berichteten). Nach einer Präsentation der Zwischenergebnisse im Herbst wurden die Planungen fortgesetzt und schließlich gemeinsam mit Straßenverkehrsbehörde, Polizei, Bezirksregierung, Schulen und Anwohnern eine umsetzbare Lösung gefunden.
Fachbereichsleiter Jan Kiefer schildert, dass die vorliegende Planung nun abschließend vorbereitet werden könne, sodass die Umsetzung eines einjährigen Verkehrsversuchs voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres starten kann. Dieser Versuch soll rund ein Jahr lang vom Planungsbüro Bueffee und der Universität Wuppertal wissenschaftlich ausgewertet werden. Im Anschluss ist eine Verstetigung ab 2026 vorgesehen. In Abstimmung mit den Schulen und der Polizei soll eine umfassende Kommunikation und Kontrolle der Maßnahmen die Wirkung sicherstellen.
„Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit für alle, insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer“, sagte Frank Bohlscheid, Leiter des Hollenberg-Gymnasiums zur Entscheidung des Rates. Denn in der Vergangenheit habe es immer wieder gefährliche Situationen in den Stoßzeiten während des Bring- und Holverkehres gegeben. Zudem sei die Einrichtung der Schulstraße auch eine gute Motivation, vermehrt zu Fuß oder mit dem Rad zu den Schulen zu kommen beziehungsweise den ÖPNV zu nutzen: „Das ist ein echtes Gesundheitsplus.“