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Runder TischDiese Gruppe will Inklusion in Oberberg nach vorne bringen

Lesezeit 2 Minuten
Zu sehen ist ein Gruppe von Menschen vor Schloss Homburg.

Am Schloss Homburg in Nümbrecht trafen sich die Mitglieder des Runden Tischs jetzt zum 18. Mal. 

In dem oberbergischen Gremium treffen sich viele Akteure, um beeinträchtige Menschen besser in die Gesellschaft zu integrieren.

„Im Alltag gibt es noch viel zu viele Barrieren für Menschen mit Einschränkungen“, sagte Dorothee Nohn von „Serv In“, der Servicestelle für außerschulische Integration im Oberbergischen Kreis. Nohn war Teilnehmerin des „Runden Tischs Inklusion“, der jetzt im Landschaftshaus unterhalb von Schloss Homburg zum 18. Mal tagte. Eingeladen hatte Manuela Thomas von der Biologischen Station Oberberg.

Vertreter aus 60 Einrichtungen treffen sich zum Austausch in Oberberg

Mit dem Ziel, diese Barrieren abzubauen und Inklusion im Bewusstsein zu verankern, wurde die Runde 2018 ins Leben gerufen. Mehrmals im Jahr treffen sich die rund 60 angeschlossenen Einrichtungen und Organisationen dabei zu einem fachlichen Austausch. Nohn betonte: „Grundsätzlich stehen diese Treffen aber allen Interessierten offen.“

2021 entstand daraus als Gemeinschaftsprojekt das „Netzwerk Inklusion in Oberberg“ (NINO, www.nino-oberberg.de). Dort können Mitglieder ihr Angebot veröffentlichen und Neuigkeiten rund um das Thema Inklusion einstellen. Als eine der ersten Aktionen wurde 2018 die „Inklusive Kindergruppe“ ins Leben gerufen, die unter Leitung von Janna Schulte die hiesige Natur- und Kulturlandschaft erlebbar macht.

Es reicht nicht, dass wir hier einige Leuchtturmprojekte veranstalten, die ganze Bevölkerung muss mitmachen.
Für Dorothee Nohn ist das Thema Inklusion noch längst nicht am Ziel

Dorothee Nohn freut sich über die erfolgreiche Arbeit der Gruppe, ist aber insgesamt mit der Umsetzung des Themas Inklusion noch nicht recht zufrieden: „Es reicht nicht, dass wir hier einige Leuchtturmprojekte veranstalten, die ganze Bevölkerung muss mitmachen.“ Sie hofft, dass sich der aktuelle Zustand durch die nach dem Bundesteilhabegesetz von den Kommunen eingesetzten Verfahrenslotsen etwas verbessert.

Am „Runden Tisch“ intensivieren die Teilnehmer ihre Vernetzung und tauschen Infos über Aktionen aus. „Wir wollen Haltung zeigen im Sitzen“, bekundeten etwa Astrid Wollenweber und Maria Lamsfuß, Projektleiterinnen von „Wiehl enthindert“. Sie planen, am Samstag vor dem „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ am 5. Mai in Wiehl eine Bank zu bemalen. Gleichzeitig soll es einen Austausch über das Thema Inklusion an einer großen Kaffeetafel geben.

Ebenfalls in Wiehl organisiert Manuela Thomas am 4. Juni um 17 Uhr eine Lesung in leichter Sprache aus dem „Lesebuch Natur“, das hiesige Landschaftstypen, Tiere und Pflanzen beschreibt. Sie unterstreicht, dass das Angebot vorrangig auf Erwachsene mit Beeinträchtigungen ausgerichtet ist. Monika Güdelhöfer vom Kreissportbund hingegen beschrieb, dass ein inklusives Sportangebot in der Gesamtschule Marienheide entstehen soll, welches aber nicht nur für Marienheider Schüler offen ist.

Der nächste „Rund Tisch Inklusion“ findet am 26. Juni von 9 bis 12 Uhr im „Haus der Selbsthilfe“ in Gummersbach statt.