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Parkplätze entstehenDas Hotel Katharinenhof in Gemünd ist Geschichte

Lesezeit 3 Minuten
Ein Bagger trägt einen Haufen Schutt ab. Dabei handelt es sich um die Überreste des abgerissenen Hotel Katharinenhof in Gemünd.

Nur noch ein Haufen Schutt ist von dem ehemaligen Hotel Katharinenhof übrig geblieben.

Das einstige Hotel an der Urft in Gemünd ist abgerissen. Da es keinen Investor für ein neues Hotel gibt, wird die Fläche als Parkplatz genutzt.

Nun ist das Hotel Katharinenhof endgültig Geschichte. Das Gebäude an der Urft in Gemünd wurde abgerissen, die wenigen Überreste werden noch zerkleinert und dann abtransportiert. Anschließend soll dort eine Parkfläche angelegt werden.

Der Katharinenhof war früher eine Schule und wurde in den 1960er-Jahren zu einem Hotel mit rund 80 Betten umgebaut. Die Lage direkt am Kurpark und an der Urft war bei den Gästen beliebt. Aufgrund fehlender Investitionen ergab sich mit der Zeit ein Sanierungsstau. Das wollte die letzte Betreiberin ändern. 2020 stellte sie Pläne für einen Umbau des Hotels vor. Das Gebäude sollte von Grund auf saniert und die Zahl der Zimmer reduziert werden. Dafür sollten mehr Ferienappartements angeboten werden. Auch ein öffentliches Café war geplant.

Das Hotel in Gemünd wurde bei der Flutkatastrophe schwer beschädigt

Die Flutkatastrophe im Juli 2021, bei der das Gebäude schwer beschädigt wurde, warf dann aber alle Planungen über den Haufen. Im November 2022 verkaufte die Betreiberin das Hotel an die Stadt, die sich für den Abriss entschied. Ursprünglich sollte das Gebäude bereits im vergangenen Jahr noch vor den Sommerferien abgerissen werden. Weil bei Untersuchungen aber Schadstoffe, darunter auch kleinere Mengen Asbest, gefunden wurden, mussten Rückbau und Entsorgung gesondert geplant und durchgeführt werden. Das führte zu einigen zeitlichen Verzögerungen bei dem Vorhaben.

„Wenn der Schutt abtransportiert ist, soll die Baugrube verfüllt, die Fläche gerade gezogen und abschließend mit Schotter aufgefüllt werden, damit sie als Parkfläche genutzt werden kann“, erklärte Bürgermeister Ingo Pfennings.

Die Fläche in Gemünd soll als Parkplatz genutzt werden

Der ehemalige Parkplatz des Hotels solle anschließend ausgebessert werden. „Geplant ist, dass die Fläche des Gebäudes auch langfristig als Parkplatz genutzt wird“, sagte Pfennings. „Es gibt zurzeit keine Interessenten für einen Hotelneubau in der Stadt“, stellte der Bürgermeister klar. Er geht davon aus, dass die Fläche spätestens zur Sommersaison als Parkraum zur Verfügung steht.

Die Stadt will die Fläche am Katharinenhof sowie den Marienplatz und den Eifel-Ardennen-Platz mittelfristig umgestalten. Erste Entwürfe hatte das Büro Erlebnisplan aus Köln bereits im März 2022 vorgestellt. Ziel der Maßnahme ist eine Verbesserung der Lebens- und Erlebnisqualität auf den Plätzen und die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und Freizeitangeboten, um zusätzliche Nutzungen zu ermöglichen. Vorgesehen ist ferner, dass die Plätze deutlich grüner werden als bislang.

Für das geplante Großprojekt muss die Stadt aber zuerst ein städtebauliches Konzept vorlegen, wenn sie Zuschüsse vom Land erhalten will. „Der Auftrag für das Konzept wird in Kürze vergeben“, sagte Pfennings. Vorgesehen sei, dass auf dem Platz am Katharinenhof beispielsweise Mitarbeiter des Amtsgerichts oder des Finanzamts während der Dienstzeiten ihre Autos abstellen können oder Besucher des Freibades, des Kurhauses oder der Gemünder Innenstadt.

„Dafür sollen die Stellplätze auf dem Marienplatz und dem Eifel-Ardennen-Platz zukünftig zeitlich begrenzt werden“, so der Bürgermeister. Bisher seien dort Parkplätze durch Dauerparker belegt gewesen. Die zeitliche Begrenzung solle dafür sorgen, dass für Besucher oder Kunden der Geschäfte stets ausreichend freie Plätze zur Verfügung stehen.