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MultifunktionsflächeWarum sich Sportbegeisterte in Kall weiter in Geduld üben müssen

Lesezeit 2 Minuten
Vertreter der Gemeinde Kall und der Firma Natur Breitegger auf der fast fertigen multifunktionalen Sportfläche im Auel in Kall.

Schon weit fortgeschritten sind die Arbeiten auf dem Spiel- und Sportgelände an der Auelstraße. Vertreter der Gemeinde und der beteiligten Firmen sind vom Ergebnis überzeugt.

Die Arbeiten an der multifunktionalen Spiel- und Sportfläche im Auel sind fast abgeschlossen, die Anlage ist aber noch nicht freigegeben.

„Die Arbeiten befinden sich auf der Zielgeraden“, fand Bürgermeister Hermann-Josef Esser ein passendes sprachliches Bild. Schließlich geht es um die multifunktionale Sport- und Spielanlage, die derzeit in Kall an der Auelstraße entsteht. „Das gute Wetter in den vergangenen Wochen hat sogar schon dazu geführt, dass die ersten Kinder und Jugendlichen die Anlage in Besitz genommen haben. Es zeigt sich also, wie attraktiv das Angebot ist“, so der Verwaltungschef weiter.

Allerdings braucht es noch etwas Zeit, bis alles fertig ist – und um Schäden zu vermeiden, ist der Bereich des ehemaligen Sportplatzes nun komplett eingezäunt worden. „Der Rasen des Kleinspielfelds ist erst kürzlich eingesät worden. Wenn da bei Nässe jetzt jemand drüberläuft, können erhebliche Schäden entstehen“, erklärte Mike Breitegger, der mit seiner Firma die Erdarbeiten übernommen hatte.

Pumptrack in Kall muss erst noch asphaltiert werden

Auch der Pumptrack, eines der Highlights der multifunktionalen Anlage, ist noch nicht fertiggestellt. „Hier muss noch asphaltiert werden“, so der Bürgermeister: „Es wird wahrscheinlich – abhängig vom Wetter – noch etwa sechs bis acht Wochen dauern, bis wir die Anlage komplett freigeben können.“

Auch wenn sich die Sportbegeisterten aller Altersgruppen also noch in Geduld üben müssen: Schon jetzt ist absehbar, dass mit einem Kostenaufwand von insgesamt rund 2,1 Millionen Euro eine attraktive Fläche mit vielen unterschiedlichen Spiel- und Sportangeboten entsteht.

Das Bild zeigt den Graben und die benachbarte 400-Meter-Rundbahn auf der Sportfläche im Kaller Auel.

Zum Schutz vor Hochwasserschäden verläuft ein Graben rund um die neue Anlage. Rechts ist die 400-Meter-Laufbahn zu erkennen, die auch für den Schulsport genutzt werden soll.

Auf dem 14.000 Quadratmeter großen Areal gibt es neben den bereits genannten Angeboten auch eine Beachvolleyballanlage, einen Soccer Cage, der auch für Basketball und Handball genutzt werden kann, Tischtennisplatten, ein Trampolin, ein großes Klettergerüst und verschiedene Calisthenics-Stationen.

Fast alle Wünsche der Bürgerinnen und Bürger aus Kall umgesetzt

„Außerdem gibt es ein Boule-Feld und einen Boulderblock, eine 400-Meter- und eine 100-Meter-Bahn sowie verschiedene Leichtathletikflächen für Weitsprung, Kugelstoßen und Ähnliches“, zählte Manfred Poth, der Leiter des Wiederaufbauteams der Gemeinde Kall, auf: „Wir konnten fast alle Wünsche, die im Rahmen des Beteiligungsverfahrens von den Bürgerinnen und Bürgern genannt worden sind, auf der Fläche verwirklichen.“ Sitzgelegenheiten, Tische und ein schattenspendender Pavillon und Bäume runden das Angebot ab.

Weil ein Großteil der Kosten über den Wiederaufbauplan finanziert wird und es weitere Förderungen, zum Beispiel aus dem Struktur- und Dorfentwicklungsprogramm 2024, gibt, bleibt für die Gemeinde ein überschaubarer Rest von 250.000 Euro übrig, der aus eigenen Mitteln gestemmt werden muss. Wichtig war den Planern auch, die Fläche bestmöglich vor Hochwasser und Starkregen zu schützen. Deshalb verläuft ein Graben rings um das Areal, der bei Bedarf Wasser aufnehmen und ableiten soll.