Rottapharm-MadausPillen von Troisdorf in die weite Welt

Weltmarktführer bei pflanzlichen Lebermedikamenten ist Legalon. Produziert wird es, wie Echinacin, in dem Spicher Betrieb. (Bild: Mischka)
Copyright: Lizenz
TROISDORF – Von der Aggerstadt geht es in die Welt. Genauso ist es mit Legalon. Das Arzneimittel ist der Weltmarktführer bei den pflanzlichen Lebermedikamenten. Und schon klingelt der bekannte Name Madaus im Hinterkopf, den man gemeinhin und dazu noch völlig korrekt in Köln ansiedelt.
Das Medikament wird aber schon lange in Troisdorf hergestellt; wo aber der Name Madaus auch nicht mehr allein steht an einem Firmenschild im Gewerbegebiet Spich. Rottapharm-Madaus steht da. Und Troisdorf kann sich freuen. Ab September gibt es in der Produktionsstätte nämlich 300 Arbeitsplätze. Das sind 50 mehr als bisher.
Des einen Freud ist des anderen Leid. Im oberbergischen Wiehl-Bomig hört nämlich die traditionsreiche Pharma-Firma Opfermann mit der Produktion auf. Sie geht nach Spich, und dort wird auch allen 50 verbliebenen Opfermann-Mitarbeitern ein neuer Arbeitsplatz angeboten. Von Wiehl kommt nun unter anderem die Produktion von Präparaten mit Calcium und Vitamin D nach Spich.
Madaus ist für seine Phytopharmaka (pflanzliche Medikamente) sehr bekannt. Das Unternehmen wurde 1919 vom Arzt Gerhard Madaus und seinen beiden Brüdern in Bonn gegründet. Nach einem Zwischenbesitzer kam es 2007 an das italienische Familienunternehmen Rottapharm. Zusammen mit Opfermann nahm und nimmt der deutsche Unternehmensteil eine starke Stellung innerhalb der neu formierten Rottapharm-Gruppe ein, Umsatz 600 Millionen Euro mit 2400 Mitarbeitern. Davon sind in Deutschland 480 Mitarbeiter beschäftigt. In der Produktionsstätte Troisdorf-Spich wird der Großteil der pflanzlichen Medikamente hergestellt.