Ein Test zeigt, Qualität muss nicht teuer sein. Fast alle Produkte überzeugen, nur ein Duschgel fällt wegen bedenklicher Duftstoffe durch. Auch bei der Verpackung gibt es noch Luft nach oben.
35 Produkte unter der LupeDuschgel im Test: Nur eines von 35 fällt durch

35 Duschgele hat die „Öko-Test“ untersucht. Fazit: Wer ein hochwertiges Duschgel sucht, muss nicht tief in die Tasche greifen.
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Ob morgens zum Wachwerden oder abends zur Entspannung, Duschen gehört für viele zum täglichen Ritual. Das passende Duschgel sorgt für ein angenehmes Hautgefühl und einen frischen Duft. Doch nicht alle Produkte sind frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Ein Test der Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 4/2025) zeigt: Die meisten Duschgels sind gut, aber ein Produkt fällt wegen problematischer Inhaltsstoffe negativ auf.
Fast alle getesteten Duschgele erhalten Bestnoten
Untersucht wurden 35 parfümierte Duschgels aus Drogerien, Supermärkten, Discountern und Online-Shops. Fast alle getesteten Produkte schnitten mit der Note „sehr gut“ oder „gut“ ab, darunter auch sehr preiswerte Varianten. Das zeigt: Wer ein hochwertiges Duschgel sucht, muss nicht tief in die Tasche greifen.
Während das günstigste Produkt nur 38 Cent pro 250 Milliliter kostet, verlangt der teuerste Anbieter 16 Euro für die gleiche Menge – ohne im Test besser abzuschneiden.
Problematische Duftstoffe in einem Produkt
Ein einziges Duschgel fiel den Testern negativ auf und bekam die Note „mangelhaft“. Der Grund für die schlechte Bewertung sind die enthaltenen Duftstoffe. Besonders problematisch ist Galaxolid, eine polyzyklische Moschusverbindung.
Diese synthetische Substanz wird als Duftstoff eingesetzt, kann sich aber im Körper anreichern und steht im Verdacht, das Hormonsystem zu beeinflussen. Zudem ist sie schwer abbaubar und wurde bereits in Flüssen, Klärschlamm und sogar in Muttermilch nachgewiesen.
Besonders ärgerlich für Verbraucherinnen und Verbraucher: Galaxolid muss erst ab August 2026 als Inhaltsstoff auf der Verpackung angegeben werden. Bis dahin versteckt es sich hinter der Sammelbezeichnung „Parfum“.
Ein weiteres Problem ist Hydroxycitronellal, ein Duftstoff, der Allergien auslösen kann. Während einige andere getestete Produkte ebenfalls Duftstoffe wie Cumarin, Citral oder Geraniol enthalten, wurden diese nicht abgewertet, da sie als weniger kritisch eingestuft werden.
Verpackungen haben viel Luft nach oben
Während die Inhaltsstoffe der meisten Duschgels überzeugen, gibt es beim Thema Verpackung noch Nachholbedarf. Weniger als die Hälfte der getesteten Produkte besteht zu mindestens 30 Prozent aus recyceltem Plastik. Dabei schreibt die EU ab 2030 eine Quote von 35 Prozent vor, ab 2040 sollen es sogar 65 Prozent sein.
So wird Duschen nachhaltiger
Neben der Wahl eines umweltfreundlichen Duschgels können Verbraucherinnen und Verbraucher selbst einiges tun, um nachhaltiger zu duschen. Feste Duschseifen sind eine gute Alternative zu herkömmlichen Produkten, da sie meist ohne Plastikverpackung auskommen. Auch der Wasserverbrauch lässt sich reduzieren, etwa indem man den Hahn während des Einseifens abstellt. (dpa)