Weitere Parkplätze fallen in Rodenkirchen durch den Neubau des Bezirksrathauses weg. Eine Info aus einer aktuellen Stunde der Bezirksvertretung.
Temporäre MaßnahmenAktuelle Stunde behandelt das Bezirksrathaus Rodenkirchen

Das neue Bezirksrathaus in Rodenkirchen soll 2027 gebaut sein.
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Aus Sicht der FDP-Fraktion bringen Arbeiten im „Herzen von Rodenkirchen“ erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Anwohnerschaft und der Geschäftsleute mit sich. Deshalb beantragten sie für die Sitzung des Lokalparlaments am letzten Montag eine aktuelle Stunde, zu der ein Fragenkatalog erstellt wurde.
Der Neubau befindet sich seit dem Spatenstich Mitte März in „Phase 2“, das heißt, unterirdischer Abbruch und das Erstellen der Baugrube. Die Gebäudewirtschaft hatte im Vorfeld zur Sitzung ihre Hausaufgaben gemacht. „Ich habe noch nie eine aktuelle Stunde erlebt, wo die Verwaltung so aktuell auf die Fragestellung der BV geantwortet hat“, sagte Bezirksbürgermeister Manfred Giesen. Einiges ließ sich deshalb als „aktuell erledigt“ festhalten.
Baustelle Bezirksrathaus: Beleuchtung, Banner, Zebrastreifen
So wollten die Antragsteller die Geschäfte rechts und links des Bauzauns besser beworben wissen. Deshalb ist jetzt ein Bauzaunbanner über die ganze Zaunlänge entlang der Hauptstraße geplant. Inwieweit direkte Werbung für die Unternehmen zulässig ist, muss noch geklärt werden. Auch sind die „Arkadengänge“, wie die Gebäudewirtschaft die schmalen Gänge rechts und links zu den Geschäften an der Baustelle jetzt nennt, durchgehend beleuchtet. Langfristig ist hier ein umlaufender Holzzaun geplant. Der Starkgitterzaun kann aufgrund Sturzgefahr nicht erhalten bleiben. An den „Arkadengängen“ wird der Bauzaun hell angestrichen.
Provisorisch wurden ebenfalls, zunächst für zwei Wochen, zwei Zebrastreifen, vor der Baustelle, an der Hauptstraße, angelegt. Der Wunsch nach einem permanenten Zebrastreifen vor dem Bezirksrathaus wurde geäußert, obliegt aber nicht der Zuständigkeit der Gebäudewirtschaft.
Ob die Bushaltestelle auf Höhe der Taxistände vor dem Sommershof verlegt werden kann, wie die FDP es vorgeschlagen hat, wurde als Aufgabe mitgenommen. Ebenso der Wunsch, die Reinigungsfrequenz zu erhöhen, wo Anwohner und Geschäftsleute mehrfach den Müll und fehlende Mülltonnen bemängelten.
Einen „Kümmerer“, also einen direkten Ansprechpartner für alle Belange vor Ort, auch außerhalb der Geschäftszeiten, den die BV schon vor zwei Jahren forderte, wird es nicht geben. „Das können wir nicht leisten“, gestand Stephanie Brans von der Gebäudewirtschaft. „Es läuft relativ rund, trotz der Herausforderungen“, fasste sie die Risikoabwägung zusammen. Ende 2027 hat sich die Stadt immer noch als Ziel gesetzt, den Neubau übergeben zu können.
Parkverbot seit dieser Woche
Seit 24. März besteht ein Parkverbot in der Barbarastraße, teilte die Gebäudewirtschaft weiter mit. Ab Mitte Mai wird die Baustellenfläche noch einmal erweitert. „Wir prüfen stetig, ob Parkplätze erhalten werden können“, hieß es in der Sitzung. Die Wahrscheinlichkeit sei nicht hoch. Derzeit herrscht aufgrund der fehlenden Parkplätze ein erhöhter Parkplatzdruck im angesprochenen Herzen Rodenkirchens.