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Komiker Olaf SchubertFiktive Doku „Olaf Jagger“ feiert Filmpremiere im Odeon in Köln

Lesezeit 2 Minuten
Olaf Schubert liegt in einer Badewanne, die mit Schaum bedeckt ist.

Fühlt sich so Rock’n’Roll an? Olaf Schubert wähnt sich auf Spuren von Mick Jagger.

Außer im Odeon läuft „Olaf Jagger“ auch im Rex am Ring und Residenz-Filmtheater.

Eine Sensation mischt derzeit die deutsche Unterhaltungsszene auf. Komiker Olaf Schubert könnte der Sohn von Mick Jagger sein. Möglicherweise wurde der passionierte Pullunder-Träger backstage in einem Schäferstündchen seiner Mutter mit dem Rolling-Stones-Sänger nach dem legendären Konzert 1965 in Münster gezeugt.

Die Enthüllung war der Filmbranche jedenfalls die Doku „Olaf Jagger“ wert, und die feierte nun einen Tag vor dem Kinostart Premiere im Südstadt-Lichtspielhaus Odeon. Hauptfigur Olaf Schubert konnte wegen Verpflichtungen in Hamburg zwar nicht anwesend sein, grüßte aber per Videobotschaft. Gerne wäre er nach Köln gekommen, plauderte er von der Leinwand, doch verfuhr sich sein Chauffeur, weshalb er in einem „Kuhdorf“ gelandet sei, statt in Köln an der Donau zu schlendern.

In dem Filmcomedy-Format steckt viel Kölner Lokalkolorit

Die fiktive Doku ist um die Kunstfigur Olaf Schubert des sächsischen Komikers Michael Haubold gestrickt wie sein Markenzeichen, die karierten Pullunder. Der schelmische (und fiktionale) Dokumentarfilm beginnt als detektivische Suche und weitet sich zu einer Reise voller absurder Situationen. Teile der DDR-Geschichte werden mit einem großen Augenzwinkern noch einmal neu erzählt.

Allerdings verbirgt sich in dem neuen Filmcomedy-Format viel Kölner Lokalkolorit. Nicht nur, dass der Kellerfund eines Tonbandes von einem Interview, das Olafs Mutter als DDR-Radioredakteurin mit Jagger führte, in der Blumenthalstraße gedreht wurde. Das Schaumbad nimmt Schubert im Savoy-Hotel. Der Darsteller von Olafs Vater Rolf Schubert ist der Kölner Schauspieler Franz-Jürgen Zigelski. Weitere Mitwirkende spielen sich selbst: so Alexander Schubert („heute show“), Sohn des bekannten DDR-Schauspielers Günter Schubert, oder die Kölner Familienrecht-Expertin Gabriele Bos.

Die Idee zu „Olaf Jagger“ stammt von der Regisseurin Heike Fink, die an der Internationalen Filmschule Köln studierte. Produziert wurde die spaßige fiktive Doku von der am Barbarossaplatz ansässigen Ester.Reglin.Film. Die Filmmusik komponierte das Kölner Studio Dürbeck & Dohmen. Olaf Schuberts Suche nach seinem wahren Erzeuger filmte Kameramann Hajo Schomerus im oft wackeligen, manchmal unscharfen, improvisierten Blogger-Stil. Außer im Odeon läuft „Olaf Jagger“ auch im Rex am Ring und Residenz-Filmtheater.