Kommentar zur SPD-FraktionKölner SPD lässt aber auch nichts aus

Andreas Kossiski (62, l.) und Christian Joisten.
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Den eigenen OB-Kandidaten abgemeiert – die Kölner SPD lässt aber auch nichts aus. Andreas Kossiski hätte sich und seiner Partei zumindest diese Peinlichkeit sparen können. Seine öffentliche Attacke auf Fraktionschef Christian Joisten war ungeschickt. So etwas regelt man vorher und hinter verschlossenen Türen. Kossiski hat zudem die Mehrheitsverhältnisse unterschätzt. Joisten war zwar bislang nicht der starke Mann an der Spitze der Fraktion, aber er hat offenbar doch mehr Unterstützer als gedacht. Es werden vor allem die Genossen sein, die ihrer Partei endlich wieder ruhigere Zeiten wünschen.
Ob es so kommt? Nach dem Hickhack um die Fraktionsspitze, nach der krachenden Wahlniederlage und vor allem, weil im Hintergrund vormals mächtige SPD-Leute immer noch Strippen ziehen wollen, muss man daran eher Zweifel haben.