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KommentarSPD Köln zerlegt sich wieder einmal selbst

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Das Logo der SPD.

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Die SPD zerlegt sich mal wieder selbst. Dieser Gedanke kommt einem als Erstes in den Sinn, wenn man sich die jüngsten Vorgänge in der Kölner SPD-Ratsfraktion anschaut.

 Nach dem Debakel auf der Landesebene, wo SPD-Partei- und Fraktionschef Thomas Kutschaty krachend gescheitert ist und die Brocken hingeworfen hat, stehen die Genossen jetzt auch in Köln vor einem Scherbenhaufen.

Erst fünf Monate ist es her, dass eine neue Doppelspitze angetreten war, um eine tief zerstrittene Partei zu befrieden und inhaltlich neu aufzustellen. Dieser Prozess auf Parteiebene hat kaum richtig begonnen, da ergeht sich die Fraktion erneut in Zank und Streit.

Nach der fristlosen Entlassung ihres Fraktionsgeschäftsführers steht sie vor einer unruhigen Zukunft. Es droht nicht nur ein Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht, sondern auch ein Wiederaufflammen der alten Konflikte. Wir erinnern uns: Vor drei Jahren hatten Joistens damalige Stellvertreter seine Abwahl beantragt, der Aufruhr war groß. In letzter Minute zogen sie ihren Antrag zurück.