Wahlberechtigte in Köln setzen weiterhin auf Briefwahl. Laut Stadt haben rund 297.300 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. Nun bleibt nur noch wenig Zeit zur fristgerechten Stimmabgabe.
Ungebrochener TrendRund 40,4 Prozent haben in Köln Briefwahl beantragt

Spätestens am Sonntag müssen die roten Wahlbriefe wieder beim Wahlamt der Stadt Köln eingegangen sein.
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Der Trend zu Briefwahl ist auch zur Bundestagswahl am Sonntag, 23. Februar, weiterhin ungebrochen. Wie die Stadt Köln mitteilt, haben nach etwa der Hälfte des dieses Mal vergleichsweise kurzen Briefwahlzeitraums rund 297.300 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt. Dies entspricht einem Anteil von 40,4 Prozent. Damit wurden bereits mehr Briefwahlunterlagen beantragt als insgesamt zur Europawahl 2024 und zur Landtagswahl 2022. Nur zur Bundestagswahl 2021, die allerdings unter Corona-Bedingungen stattfand, lag der Anteil zum vergleichbaren Zeitpunkt noch höher (45,9 Prozent).
In den Zahlen zur Briefwahl enthalten ist auch die Direktwahl als Briefwahl an Ort und Stelle. Dafür haben sich bislang rund 9.570 Wahlberechtigte entschieden (Stand: 18. Februar). Das sind 1,3 Prozent aller Wahlberechtigten und etwa 3,2 Prozent derjenigen, die eine Form der Briefwahl gewählt haben.
Roter Wahlbrief muss rechtzeitig beim Wahlamt der Stadt eingehen
Zur vorgezogenen Bundestagswahl ist der Zeitraum, in dem Briefwahl beantragt werden kann, auf rund zwei Wochen verkürzt. In der letzten Woche vor der Wahl erwartet die Stadt deswegen sehr hohe Eingangszahlen bei den roten Wahlbriefen. Bislang sind rund 193.200 wieder bei der Stadt eingegangen, also rund 65 Prozent der ausgestellten Briefwahlunterlagen. Etwa 104.000 Wahlbriefe sind entsprechend also noch nicht wieder eingegangen.
Bis zum 23. Februar, 18 Uhr, muss der rote Wahlbrief beim Wahlamt der Stadt eingegangen sein, damit die Stimme noch mitgezählt werden kann. Wenn der Wahlbrief zu spät an das Wahlamt der Stadt zurückgeschickt wird, besteht das Risiko, dass die Stimme nicht mehr gezählt werden darf, betont Andrea Blome, Kreiswahlleiterin der Stadt. Um es noch rechtzeitig zu schaffen, kann auch der Briefkasten des Wahlamtes, Dillenburger Straße 68-70, in Kalk zum Einwurf genutzt werden. Ausschließlich am Wahltag selbst, 23. Februar, von 12.30 bis 18 Uhr, kann der Wahlbrief am Infopoint des Briefwahlzentrums in der Koelnmesse, Congress-Centrum Ost, Eingang Ost, Erdgeschoss, Deutz-Mülheimer Straße 51, in Deutz abgegeben werden. Die Möglichkeit der Direktwahl besteht darüber hinaus noch bis zum morgigen Freitag, 21. Februar, in den Kundenzentren Rodenkirchen, Nippes, Mülheim und Porz sowie im Kalk-Karree.