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Ehemann überlebt83-Jährige stirbt nach Autounfall in Rösrath

Lesezeit 2 Minuten

Der Fahrer des Pkw wurde schwer, seine Frau auf dem Beifahrersitz lebensgefährlich verletzt. Sie starb noch in der Nacht.

Rösrath – Aus bislang ungeklärter Ursache ist am Freitagabend ein 78-jähriger Autofahrer von der Feldstraße im Königsforst unweit des Rösrather Stadtteils Forsbach abgekommen und mit seinem Wagen gegen einen Baum geprallt.

Er konnte sich laut Feuerwehr schwer verletzt selbst aus dem Fahrzeug befreien, seine 83 Jahre alte Ehefrau auf dem Beifahrersitz aber wurde im Auto schwerstverletzt eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, erlag sie noch in der Nacht im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Gegen 18.45 Uhr waren die beiden am Freitagabend aus Kleineichend kommend auf der Feldstraße in Richtung Forsbach gefahren, als der Wagen lauf Polizei nach rechts von der Fahrbahn abkam, durch den Straßengraben fuhr und mit der rechten Fahrzeugseite gegen einen Baum prallte.

Sirenenalarmierung

Per Sirenenalarmierung sind am Freitagabend die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rösrath zusätzlich zur Alarmierung per Funkmeldeempfänger zur Unfallstelle gerufen worden. Außer in der Kreisstadt Bergisch Gladbach, wo die neu installierten Sirenen ausschließlich zur Warnung der Bevölkerung bei besonderen Gefahrenlagen eingesetzt werden, ist die Sirenenalarmierung in den umliegenden Städten und Gemeinden durchaus üblich, um noch mehr der freiwilligen Einsatzkräfte zu erreichen. „In diesem Fall gilt für die Bevölkerung kein weiterer Handlungsbedarf“, erläutert Rösraths Feuerwehrsprecher Björn Roth.

Sollte eine für die Allgemeinheit relevante Lage eintreten, werden spezielle Sirenensignale (eine Minute an- und abschwellender Dauerton) ausgespielt. Übers Radio, die Warn-App Nina und weitere digitale Warnprogramm kann man sich dann über Details informieren. Weitere Infos zu den Sirenensignalen auch im Internet. (wg)

www.im.nrw/themen/gefahrenabwehr/warnung-und-sirenen/sirenen

Durch die Wucht des Aufpralls drehte sich der Pkw um 180 Grad und kam entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen. Nach dem Notruf alarmierte die Feuer- und Rettungsleitstelle neben Rettungsdienst und Notarzt auch die Feuerwehr – per Sirene (siehe „Sirenenalarmierung“).

Mehr als 50 Einsatzkräfte befreiten nicht nur die Beifahrerin aus dem Fahrzeug, stellten den Brandschutz sicher und sicherten den Verkehr ab – sie leuchteten auch die Unfallstelle aus, Nach circa 20 Minuten habe die Feuerwehr die verletzte Beifahrerin an den Rettungsdienst übergeben können, berichtet Feuerwehrsprecher Björn Roth auf Anfrage. Während der Unfallaufnahme war die Feldstraße komplett für den Verkehr gesperrt. Nach etwa drei Stunden habe die Feuerwehr wieder einrücken können, so Feuerwehrsprecher Roth.

Die Polizei stellte Pkw und Fahrzeugschlüssel vor Ort sicher. Wegen einer „möglichen Beeinflussung von Medikamenten“ sei dem Fahrer eine Blutprobe entnommen und der Führerschein ebenfalls sichergestellt worden, so Polizeisprecher Christian Tholl.