Bei Luftalarm hängen die Menschen in der Ukraine an ihren Handys. Russische Drohnen und Raketen fliegen im Zickzackkurs. Fast minütlich ändert sich die Bedrohung.
Ukraine-KriegRussland greift mit Marschflugkörpern und Drohnen an
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Pyrotechniker untersuchen einen russischen Marschflugkörper X-55, der über Kiew abgeschossen wurde.
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Russland hat die Ukraine in der Nacht laut Militärangaben aus Kiew mit einer Kombination aus Kampfdrohnen und Marschflugkörpern angegriffen. Die Marschflugkörper seien von vier strategischen Bombern vom Typ Tupolew Tu-95 über dem russischen Wolgagebiet bei Engels gestartet worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit.
Das Kiewer Militär änderte nachts alle paar Minuten seine Warnmeldungen an die Bevölkerung, weil die lenkbaren Marschflugkörper ähnlich wie Kampfdrohnen über der Ukraine mehrfach die Richtung wechselten. Angaben zu Einschlägen oder Abschüssen wurden bislang nicht gemacht. Einzelne russische Drohnen stellten bis in die Vormittagsstunden eine Gefahr dar.
Durch Drohnen wurden bei den Kreisstädten Obuchiw und Fastiw südlich von Kiew mehrere Gebäude beschädigt. Eine Frau erlitt Verletzungen, wie die Militärverwaltung des Kiewer Umlands mitteilte.
Schwere Schäden durch Drohnen und Artilleriebeschuss gab es im nordöstlichen Gebiet Sumy. Dort wurde ein Zivilist getötet. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist diese Woche in sein viertes Jahr gegangen. (dpa)